CoronavirusItalien beschloss strenge Zutrittsregeln per Grünem Pass

Künftig braucht man in Italien den Grünen Pass, will man Kinos, Museen, Theater, Sportevents, Kongresse und andere Großveranstaltungen besuchen. Außerdem beschloss die Regierung die Verlängerung des Ausnahmezustands.

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© APA/AFP
 

Die italienische Regierung hat strengere Zutrittsregeln als Maßnahme zur Eingrenzung der Delta-Varianten beschlossen. Für den Zutritt zu Kinos, Museen, Theater, Sportevents, Kongresse und andere Großveranstaltungen wird künftig der Grüne Pass notwendig sein. Die Impfbescheinigung oder einen negativen Test wird man auch vorweisen müssen, um in Innenräumen von Restaurants zu speisen. Diskotheken und Tanzlokale dürfen auch weiterhin nicht öffnen.

Italiens Regierung beschloss zudem die Verlängerung des Ausnahmezustands infolge der Coronavirusepidemie bis Ende 2021. Die Verlängerung des Ausnahmezustands um weitere fünf Monate sei angesichts der steigenden Zahl von Coronainfektionen in Italien und der laufenden Impfkampagne notwendig.

Die Regierung hatte den Notstand am 31. Jänner 2020 für sechs Monate ausgerufen, nachdem bei einem chinesischen Paar in Rom das neuartige Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen worden war. Er war seitdem mehrmals verlängert worden. Auf dem Notstand basieren mehrere Verordnungen, die die Regierung zum Schutz der öffentlichen Gesundheit ergriffen hat.

Hospitalisierungsrate fällt stärker ins Gewicht

Die italienische Regierung hat auch neue Kriterien zur Bewertung der epidemiologischen Lage in Italien beschlossen. Bei der Bestimmung restriktiver Maßnahmen soll die Zahl der positiv Getesteten künftig weniger bis gar nicht und stattdessen viel mehr die Auslastung der Betten auf den Covid-19-Abteilungen in den Spitälern der Regionen berücksichtigt werden. Angesichts des Impffortschritts sei dies durchaus vernünftig, erklärte Gesundheitsminister Roberto Speranza. Die Hospitalisierungsrate müsse bei den Eindämmungsmaßnahmen nunmehr stärker ins Gewicht fallen als andere Parameter.

Ministerpräsident Mario Draghi rief die Italiener auf, sich sofort impfen zu lassen. Bisher haben zwei Drittel der Italiener im Alter von über 12 Jahren zumindest eine Impfdosis erhalten. Italien habe das Ziel erreicht, bis zum 20. Juli 60 Millionen Dosen zu verabreichen. 90 Prozent der Menschen im Alter von über 80 Jahren seien immunisiert.

Kommentare (1)
samro
9
7
Lesenswert?

bravo

italien!
keine disco. kein halligalli bauobumm.