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Zahl der Corona-Toten in den USA überspringt 500.000

In den USA sind mittlerweile mehr als eine halbe Million Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die Zahl stieg bis Montagnachmittag (Ortszeit) auf 500.054. Das ergab eine Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters von Daten des öffentlichen Gesundheitswesens. Gleichzeitig wurden inzwischen mehr als 28 Millionen Infektionen bestätigt. In beiden Fällen liegen die USA deutlich vor jedem anderen Land der Welt.

 

Der medizinische Chefberater von Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, sagte dem Sender ABC, die USA hätten sich schlechter als fast jedes andere Land geschlagen. "Und wir sind ein hoch entwickeltes, reiches Land." Biden wollte noch im Laufe des Tages auf einer Veranstaltung im Weißen Haus der Opfer gedenken.

Ungefähr knapp ein Fünftel aller Corona-Todesfälle weltweit wurde in den USA verzeichnet - obwohl in dem Land nur vier Prozent der Weltbevölkerung leben. Ein Grund für die hohen Zahlen sehen Kritiker im Umgang mit der Pandemie, die Bidens Vorgänger Donald Trump lange heruntergeredet hatte. Biden löste nach seinem Sieg bei der Präsidentenwahl Trump am 20. Jänner ab und erklärte umgehend die Bekämpfung der Pandemie und der damit verbundenen wirtschaftlichen Verwerfungen zu seiner obersten Priorität.

Die erste Infektion in den USA wurde am 21. Jänner 2020 bestätigt. Die ersten Toten im Zusammenhang mit einer Erkrankung gab es nach derzeitigen Erkenntnissen vor nahezu genau einem Jahr im Februar 2020 zu beklagen. Bis Mai waren es bereits 100.000 Tote. Bis September verdoppelte sich die Zahl. Im Dezember wurde die Schwelle von 300.000 erreicht. 46 Prozent aller Corona-Todesfälle wurden von Dezember bis Februar diesen Jahres bestätigt, und das obwohl inzwischen die Impfkampagne angelaufen ist. 2020 sank die durchschnittlich zu erwartende Lebenszeit in den USA um ein ganzes Jahr. Das ist der stärkste Rückgang seit dem Zweiten Weltkrieg.

Immerhin geht die Zahl der Neuinfektionen und Krankenhauseinweisungen in den USA seit mehreren Wochen zurück. Experten warnen jedoch davor, dass eine weitere Welle ausgelöst werden könnte durch inzwischen zirkulierende Virusmutationen, die als ansteckender gelten. Top-Immunologe Fauci rief daher dazu auf, beim Tragen von Masken oder dem Einhalten von Abständen zu anderen Menschen nicht nachlässig zu werden. "Wir müssen richtig vorsichtig sein und dürfen nicht einfach sagen, 'Okay, wir sind jetzt fertig, wir sind da durch'."

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