Fiakerpferde in Salzburg haben künftig ab 30 Grad hitzefrei

Die Stadt Salzburg setzt nun eine langjährige Forderung von Tierschützern und der grünen Bürgerliste um. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig beschlossen, dass die Fiakerpferde ab Sommer 2021 bereits ab 30 Grad Celsius hitzefrei bekommen. Bisher galt ein Grenzwert von 35 Grad. Die Temperatur soll dabei künftig nicht mehr in Salzburg-Freisaal, sondern direkt am Standplatz der Kutschen - dem Residenzplatz in der Innenstadt - gemessen werden.

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Ein Antrag der Bürgerliste, die Fiakerkutschen in der Stadt nach Auslaufen der aktuellen Standplatzgenehmigungen ab dem Jahr 2023 überhaupt abzuschaffen, fand hingegen keine Mehrheit. Der Gemeinderat hat zudem beschlossen, die fünf Fiaker-Unternehmen in Salzburg mit ihren derzeit 67 für Fahrten eingesetzten Pferden für Ausfälle im zweiten Lockdown mit einer Covid-19-Hilfe in der Höhe von 105 Euro pro Pferd zu unterstützen.

Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) zeigte sich in einer Stellungnahme erfreut über die neue Regelung. "Jetzt ist auch die Stadt Wien gefordert, nachzuziehen", erklärte Georg Prinz vom VGT. Hier gelte nach wie vor die veraltete 35-Grad-Regelung, die Bundeshauptstadt stehe damit auch im internationalen Vergleich alleine auf weiter Flur. Ziel sei eine Verbesserungen für Wiens Fiakerpferde, langfristige müsse - in Salzburg wie in Wien - aber ein Konzept zum völligen Ausstieg aus Pferdekutschen und zur Förderung tierfreundlicher E-Kutschen vorgelegt werden.

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Oma2013
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an den Gemeinderat von Salzburg für die neue Regelung (hitzefrei und Standortmessung), Vorerst ein kleiner richtiger Schritt in Richtung Tierwohl. Aber der totale Ausstieg von Pferdekutschen würde mir besser gefallen. Es gäbe sicherlich Alternativen, die Stadtrundfahrt anders zu genießen. Die dzt. Covid-19-Hilfe für die Fiakerunternehmen finde ich sehr gut.