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200 Migranten erreichten Lampedusa

Die Migrationswelle in Richtung Lampedusa reißt nicht ab. Am Montag trafen 200 tunesische Migranten an Bord von acht Booten auf der Insel ein. Die meisten Boote erreichten direkt die Küste, andere wurden von der italienischen Küstenwache zum Hafen begleitet. Circa 900 Personen befinden sich noch im Hotspot der Insel. Sie müssen warten, bis sie nach Sizilien geführt werden.

 

Inzwischen wurde ein Quarantäneschiff eingerichtet, das vor dem sizilianischen Hafen Porto Empedocle vor Anker liegt. An Bord der Schiffes müssen Migranten eine zweiwöchige Quarantäne absolvieren.

Die Hilfsorganisation Alarm Phone erhielt unterdessen einen Hilferuf von einem Boot mit 65 Personen an Bord. Das von Libyen abgefahrene Boot befinde sich in maltesischen Gewässern und benötige sofortige Hilfe, meldete die Hilfsorganisation.

Die italienische Regierung verschärft derweil ihren Druck auf Tunesien gegen die illegale Einwanderung. "Wir können nicht zulassen, dass man illegal nach Italien einwandert und dass die Opfer, die die Italiener im Kampf gegen das Coronavirus geleistet haben, einfach zunichtegemacht werden", so Premier Giuseppe Conte.

Die italienische Regierung bemühe sich um eine schnellere Heimführung der Wirtschaftsmigranten, sagte Conte. "Wir müssen hart und unnachgiebig sein. Wir arbeiten mit den tunesischen Behörden zusammen. Am Freitag habe ich dem tunesischen Präsidenten Kais Saied geschrieben. Wir müssen die Schlepperei und die Geschäfte krimineller Gruppen aktiver bekämpfen", sagte der Premier.

Die steigenden Zahlen von Migranten, die aus Libyen und Tunesien nach Süditalien eintreffen, seien ein Grund zur Sorge für die Bevölkerung der Regionen, in denen Migranten untergebracht werden. Der Premier bemängelte, dass tunesische Migranten die Flüchtlingseinrichtungen vor Ende der zweiwöchigen Quarantäne, der sie sich unterziehen müssen, verließen. Jeder müsse sich an die Quarantänepflicht halten, sagte Conte.

Kommentare (4)

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uomo23
1
7
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Europäer

machen in Tunesien Urlaub und Tunesier migrieren nach Europa !!!! In Zeiten von Corona wo es in Europa mehr Arbeitslose gibt, werden die kaum eine Chance am Arbeitsmarkt haben. Aber es wird NGO‘s geben die sich dafür einsetzen diese hier in Europa zu behalten. Jetzt sind die Regierungen gefragt, damit das nicht so ist.

smithers
7
2
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Welcome

Wir schaffen das!

KaterBruno
0
9
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Neuerste Lage auf Lampeduso

Statement der ital. Regierung:
- ein Quarantäneschiff wurde bereits beigestellt ...
- wir bemühen uns auf eine schnellere Rückführung ...
- können illegale Migration nicht mehr zulassen...
- müssen hart und unnachgiebig sein...
- die eigene Bevölkerung davor beschützen...
- Schlepperei muß beendet werden....
Das NGO Schiff "Alarm Phone" meldet dann: "Brauchen
sofortige Hilfe, 65 tunesische Migranten sind in Seenot".
Vermutliche Antwort: "Kommen sofort und helfen Euch"
Jeder kann sich denken, was er will !!!

pesosope
0
11
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Die "Retter" sollten auch einmal über Recht und Ordnung nachdenken

ich finde es sehr schön, dass sich Menschen um das Leben anderer Menschen bemühen, ABER, warum werden die geretteten Afrikaner nach Europa verschifft und nicht zurück nach Afrika oder an den Startpunkt ihrer Reise, wo sie gesetzmäßig ja hingebracht werden müssten?