Für Austria Klagenfurts Präsident Ivica Peric ist die Aufstockung des Fußball-Oberhauses der Königsweg. "Wenn der Abbruch notwendig wäre, ist die Aufstockung der Bundesliga die fairste Lösung", erklärte Peric auf der Club-Website. "Mit einer Aufstockung würden (...) die herausragenden Leistungen von Ried und unserer Mannschaft honoriert werden."

Man würde die Saison zwar gerne sportlich zu Ende bringen. Da aber alle Vereine "unverschuldet in diese Situation geraten" sind, zeige man sich "natürlich solidarisch mit den Klubs, für die eine Fortsetzung der Saison durch Geisterspiele finanziell nicht zu stemmen ist", meinte Peric.

Anträge, die die Zusammensetzung der Spielklassen der Bundesligen sowie sämtliche Regelungen über den Auf- und Abstieg betreffen, benötigen laut Ligasatzung eine Zweidrittelmehrheit, um angenommen zu werden. Stimmberechtigt bei der Versammlung sind alle Clubs der beiden obersten Ligen mit Ausnahme der Young Violets (Austria Amateure).

Die zwölf Erstligisten haben insgesamt 60 Stimmen, die zweite Spielklasse verfügt über 32. Die Salzburger Kaderschmiede FC Liefering verzichtete zuletzt stets auf ihr Recht, der dem LASK nahestehende FC Juniors OÖ nicht. Die Stimmanteile aller nicht abstimmenden Clubs werden aliquot auf die anderen Vertreter verteilt.

Ein Antrag auf einen Abbruch der 2. Liga wegen der Maßnahmen gegen das Coronavirus hatte zuletzt nicht die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht. Derzeit gibt es für die zweithöchste Spielklasse weder eine Trainings- noch eine Spielerlaubnis, elf Runden müssten noch gespielt werden.

Ein für Donnerstag angesetztes Arbeitsgruppen-Meeting zur 2. Liga wurde aufgrund der Konferenz zwischen der Bundesliga und den von den Grünen geführten Ministerien für Sport (Werner Kogler) und Gesundheit (Rudolf Anschober) bezüglich einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der obersten Liga auf Montag verschoben. Ried und Klagenfurt hatten zuletzt bereits angekündigt, den Aufstieg im Falle des Ligaabbruchs notfalls mittels Klage durchsetzen zu wollen.