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Ausgehverbot in Spanien bis 25. April verlängert

In Spanien wird der Alarmzustand samt strikten Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie um weitere zwei Wochen bis Mitternacht des 25. April verlängert. Das Parlament in Madrid stimmte am Donnerstagabend dem von Ministerpräsident Pedro Sánchez angekündigten Antrag zu. Vorausgegangen war eine elfstündige Debatte, in der es viel Kritik der Opposition am Krisenmanagement der Regierung gab.

 

Die knapp 47 Millionen Einwohner dürfen seit Mitte März nur noch zum Einkaufen und in Ausnahmefällen aus dem Haus. Die zweite Verlängerung der Beschränkungen sei nötig, um das Virus unter Kontrolle zu halten, betonte Sánchez. "Schon ein kleiner Fehler kann einen Rückfall auslösen", sagte er.

Die strengen Regeln haben mittlerweile Erfolg: Die Zuwachsrate der Neuansteckungen ist seit Tagen sehr niedrig, auch die Zahl der Todesfälle geht zurück, während bis Donnerstag 52.000 Patienten bereits wieder als gesund galten. Insgesamt lag die Zahl der bestätigten Fälle bei etwa 152.000. Dennoch ist Spanien nach wie vor eines der weltweit am stärksten von Covid-19 betroffenen Länder.

Sánchez versicherte, dass seine Regierung einen "progressiven, stufenförmigen und harten" Plan ausarbeite, um demnächst Lockerungen der Beschränkungen einzuleiten. Wie schnell diese umgesetzt werden könnten, hänge von der Zahl der Neuinfektionen ab. "Wir wissen nicht, welche Art von Normalität wir wiedererlangen werden. Der Plan wird sich an die Entwicklung der Pandemie anpassen", so der Sozialist.

Gleichzeitig warnte Sánchez im Parlament mit Nachdruck vor einem Auseinanderfallen der Europäischen Union in der Folge der Corona-Krise: "Die EU ist in Gefahr, wenn es keine Solidarität gibt." Spanien und weitere Länder der Union fordern gemeinsame Anleihen - sogenannte Coronabonds - zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen. Deutschland, Österreich und andere Staaten sind dagegen.

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