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LASK-Vize Werner will "den Faden nicht verlieren"

Mit dem LASK schreibt Vizepräsident Jürgen Werner derzeit an einer für den Linzer Fußball historischen Erfolgsgeschichte. Blenden will er sich vom Erreichten aber nicht lassen. "Es heißt, man macht die meisten Fehler im Erfolg. Daher müssen wir aufpassen, dass wir den Faden nicht verlieren", warnte Werner vor dem Hinspiel im Europa-League-Sechzehntelfinale bei Alkmaar am Donnerstag.

© APA
 

Die bisher erspielten UEFA-Prämien in Höhe von 12,4 Mio. Euro sind dem LASK jedenfalls nicht mehr zu nehmen. "Das hat alle unsere Erwartungen übertroffen", meinte Werner, der das Geld allerdings nur zum kleineren Teil reinvestierten kann. "Einen Großteil davon haben wir an die Spieler weitergegeben, das haben sie sich auch verdient. Wir können nicht so hohe Gehälter zahlen, aber im Erfolgsfall greifen wir dann in die Tasche. Das muss auch in Zukunft das Modell sein. Die Verträge dürfen nicht in die Höhe schnellen."

Tatsache ist freilich auch, dass der Verein inzwischen über eine monetäre Grundausstattung verfügt, die in Vertragsgesprächen durchaus hilfreich ist. "Wir sind so weit, dass wir sagen können, dass die Spieler nicht jedes Angebot annehmen. Wir können gewisse Gehälter zahlen und haben ein gewisses sportliches Standing." Das spiegelt sich in der aktuellen Vertragssituation wider: Bis auf die beiden Leihspieler Joao Klauss (Hoffenheim) und Samuel Tetteh (Salzburg) sind alle Kicker vertraglich über den Sommer hinaus an den LASK gebunden.

"Ich habe das Gefühl und ich hoffe, dass wir den Großteil halten können", meinte Werner im Hinblick auf die kommende Transferperiode. Untätig ist er deswegen freilich nicht. "Wir würden uns auf einigen Positionen natürlich gerne absichern. Wir haben mit Reinhold Ranftl, Thomas Goiginger und Alexander Schlager A-Nationalspieler, wo immer etwas passieren kann. Oder auch bei Peter Michorl", erklärte er. "Mit Husein Balic haben wir schon einen kleinen Vorgriff auf den Sommer gemacht." Bei Klauss und Tetteh gab er sich vorsichtig: "Da müssen wir schauen, wie wir das bewerkstelligen. Da müssten wir schon hohe Summen in die Hand nehmen. Wir haben eine Option, sind aber dennoch von den Clubs abhängig."

Internationales Interesse dürfte wohl auch Erfolgscoach Valerien Ismael erregen, dessen Kontrakt in Linz bis 2022 anberaumt ist. Werner geht zumindest aktuell nicht von einem vorzeitigen Abgang des Franzosen aus, der von Oktober 2016 bis Februar 2017 bereits den VfL Wolfsburg coachte. "Ich habe öfter mit ihm geredet. Er hat auch schon die deutsche Bundesliga mitgemacht, er hat mir gesagt, dass da ,hire and fire' herrscht. Da zieht es ihn, glaube ich, nicht um jeden Preis hin. Da wähne ich uns in Sicherheit", betonte der elffache ÖFB-Teamkicker.

Als mittelfristig heiße Aktie könnte sich Mittelstürmer Marko Raguz entpuppen. Der U21-Teamspieler, der zuletzt in Salzburg mit einem sehenswerten Assist glänzte, ist für Werner im Sommer sogar schon in Sachen A-Nationalteam ein Thema: "Man muss die Kirche im Dorf lassen, aber ich denke schon, dass er für die EM eine Option ist."

In Sachen Kadergestaltung will Werner jedenfalls weiterhin auf Ausgewogenheit achten. "Es geht schon darum, den Kader breiter zu machen. Aber wir dürfen die Balance nicht verlieren. Ich sehe die Gefahr, dass du zu viele unzufriedene Leute hast. Und 22 gleichwertige Spieler sind wirtschaftlich nicht möglich", erklärte der einstige Spielervermittler und brachte Dogan Erdogan als Beispiel. Der ehemalige türkische U21-Teamkicker stieg mit dem LASK in die Bundesliga auf, erfing sich nach Verletzungen aber nicht mehr und ging im Sommer 2019. "Er war super, ist dann übriggeblieben und hat das Weite gesucht."

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