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Salvini traf die Shoah-Überlebende Segre

Der Chef von Italiens rechter Lega und Ex-Innenminister Matteo Salvini hat am Freitagnachmittag die Senatorin auf Lebenszeit und Holocaust-Überlebende Liliana Segre getroffen. Das Gespräch fand in der Mailänder Wohnung Segres statt, berichteten italienische Medien. Salvini hatte den Wunsch geäußert, die 89-jährige Mailänderin, die das KZ Auschwitz überlebt hat, zu treffen.

 

Die Senatorin auf Lebenszeit war am Donnerstag wegen Hunderter täglich an sie gerichteter Hassbotschaften und antisemitischer Drohungen unter Polizeischutz gestellt worden. Salvini hatte bereits kurz nach dem Bekanntwerden des Falls für Aufsehen gesorgt, weil er in einer Twitter-Botschaft schrieb, dass auch er "täglich Drohungen" erhalte.

Der italienische Präsident Sergio Mattarella stellte sich am Freitag an die Seite Segres. "Solidarität, friedliches Zusammenleben und Verantwortungsbewusstsein müssen Intoleranz, Hass und Divergenzen bekämpfen", sagte Mattarella in Bezug auf die Hetzkampagne im Internet gegen Segre, die zuletzt über 200 Hassbotschaften in sozialen Netzwerken erhalten hat.

Solidarisch mit der Senatorin auf Lebenszeit erklärte sich auch Fünf-Sterne-Chef und Außenminister Luigi Di Maio. "Wir müssten uns als Staat bei Segre entschuldigen. Die Tatsache, dass sie unter Polizeischutz gestellt wird, ist eine Niederlage für unsere Institutionen", sagte Di Maio, Chef der stärksten im Parlament vertretenen Einzelpartei. Italien müsse mehr in Bildung zur Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus investieren.

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