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Sechs Polizisten in Afghanistan getötet

In der nordwestafghanischen Provinz Badghis sind mindestens sechs Polizisten getötet worden, als sie ihr Gehalt abholen wollten. Sie waren auf dem Weg in die Provinzhauptstadt Kala-e Nau, als ihr Fahrzeug auf eine am Straßenrand platzierte Bombe auffuhr, wie Provinzräte am Mittwoch mitteilten.

 

Weitere vier Polizisten seien bei dem Vorfall im Bezirk Mukur verwundet worden. Die selbst gebauten Bomben werden oft von Taliban-Kämpfern gelegt, um afghanische Sicherheitskräfte bei Truppenbewegungen anzugreifen.

In der nördlichen Provinz Baghlan ist zudem die Leiche eines bekannten pensionierten Universitätsprofessors gefunden worden. Laut einer Mitteilung des Präsidentenpalastes hieß es, "Feinde Afghanistans" hätten den Professor auf der Überlandstraße zwischen Kunduz und Baghlan aus seinem Auto geholt und ihn getötet. Lokalen Medienberichten zufolge war er zuletzt für die Stadt Kabul und das Kultur- und Informationsministerium tätig. Die Taliban bestritten jede Tatbeteiligung.

Nach Angaben von Provinzräten errichten die aufständischen Taliban entlang der Überlandstraße immer wieder illegale Kontrollpunkte und durchsuchen Autos auf Regierungsmitarbeiter oder Sicherheitskräfte.

Die Zahl der verwundeten und getöteten Zivilisten im Afghanistan-Konflikt hatte jüngst einen neuen Höchststand erreicht. Zwischen Juli und September dokumentierte die UNO-Mission in Afghanistan mit fast 1.200 Getöteten und mehr als 3.100 Verletzten die höchste Zahl ziviler Opfer innerhalb eines Quartals seit Beginn der systematischen Aufzeichnung durch die UNO im Jahr 2009.

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