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Italien holte mit 2:0-Sieg gegen Griechenland EM-Ticket

Italien hat sich am Samstagabend als zweites Team nach Belgien vorzeitig das Ticket für die Fußball-EM 2020 gesichert. Die Italiener feierten in Rom gegen Griechenland nach einer Leistungssteigerung nach der Pause einen 2:0-Erfolg und stehen damit fix als Pool-J-Sieger fest. Spanien muss hingegen nach einem Last-Minute-Ausgleich beim 1:1 in Oslo gegen Norwegen noch auf die EM-Fahrkarte warten.

© APA (AFP)
 

Italien hatte gegen Griechenland vor der Pause große Probleme, nach dem Seitenwechsel setzte sich aber die größere Klasse durch. Jorginho verwandelte einen Hand-Elfmeter (63.) und "Joker" Federico Bernardeschi (78.) machte mit einem leicht abgefälschten Flachschuss den Sack zu. Die weiter makellose "Squadra Azzurra" (21 Punkte) hat Platz eins schon sicher, da bei Punktegleichheit mit Finnland (12) am Ende der bessere direkte Vergleich für Italien sprechen würde. Die Finnen kamen in Bosnien-Herzegowina (10) mit 1:4 unter die Räder. Ebenfalls bei zehn Zählern hält Armenien nach einem mageren 1:1 in Liechtenstein.

Die Spanier sind trotz des ersten Punkteverlustes in der Gruppe F weiter klarer Tabellenführer. Kapitän Sergio Ramos stieg mit seinem 168. Einsatz im Dress von "La Roja" zum alleinigen Rekord-Teamspieler auf. Zuvor hatte sich der 33-Jährige die Bestmarke mit Goalie Iker Casillas geteilt. Ramos hat aber noch lange nicht genug. Die europäische Einsatz-Bestmarke von Ex-Italien-Goalie Gianluigi Buffon (176) ist in absoluter Reichweite. Das gilt auch für den von Ägyptens Ahmed Hassan gehaltenen Weltrekord von 184 Partien.

Ramos debütierte 2005 in Spaniens Auswahl. Er gehörte der "Goldenen Generation" um Andres Iniesta und Xavi an und ist das letzte aktuelle Kadermitglied, das in den gewonnenen Endspielen bei der EM 2008, der WM 2010 und der EM 2012 zum Einsatz kam. Auf Clubebene gewann Ramos mit Real unter anderem viermal die Champions League und ist dort auch Kapitän.

Spanien tat sich gegen die ohne den verletzten Salzburg-Stürmer Erling Haaland angetretenen Norweger vor der Pause extrem schwer. Die Gastgeber verkauften sich teuer und ließen kaum Chancen zu. Unmittelbar nach Wiederbeginn legten die Iberer aber vor. Etwas mehr als eine Minute war gespielt, als Saul Niguez aus fast 20 Metern Rune Jarstein bezwang. Der 35-jährige Hertha-Goalie machte beim Aufsetzer des Atletico-Madrid-Akteurs nicht die beste Figur.

Norwegen drückte daraufhin auf den Ausgleich und wurde in der Nachspielzeit belohnt. Goalie Kepa foulte Omar Elabdellaoui im Strafraum und Joshua King (94.) verwertete den Elfmeter zum verdienten Ausgleich. Norwegen blieb damit im Aufstiegsrennen, hat neun Zähler weniger als die Spanier (19) auf dem Konto. Erster Verfolger des Teams von Coach Robert Moreno, das im siebenten Spiel erstmals nicht gewann, sind die Schweden (14), die einen 4:0-Pflichtsieg auf Malta feierten. Einen Punkt dahinter liegt Rumänien nach einem 3:0-Erfolg auf den Färöer.

Dänemark hat am Samstag einen großen Schritt in Richtung Fußball-EM gemacht. Die Dänen behielten im Gruppe-D-Schlager in Kopenhagen gegen die Schweiz knapp mit 1:0 die Oberhand und übernahmen die Tabellenführung vor Irland. Die punktgleichen Iren kamen in Georgien über ein 0:0 nicht hinaus. Die Eidgenossen haben jetzt vier Punkte Rückstand auf das Top-Duo, aber ein Spiel weniger ausgetragen.

Die Entscheidung brachte ein spätes Tor von Yussuf Poulsen (84.). Der Leipzig-Stürmer schloss einen Konter nach Eriksen-Idealzuspiel mustergültig ab. Die Schweizer zogen auch aufgrund von fehlender Effizienz den Kürzeren. Einen Rodriguez-Abschluss (51.) klärte Dänemarks Kasper Schmeichel via Oberkante der Latte, und der Tormann konnte sich auch in der Nachspielzeit bei einem Beinahe-Delaney-Eigentor auszeichnen. Am Dienstag stehen die Schweizer gegen Irland schon stark unter Druck.

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