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Burgenländerin bei Greenpeace-Protest in Polen festgenommen

Bei einer Protestaktion im Kohleterminal des Danziger Hafens sind in der Nacht auf Dienstag zwei Greenpeace-Aktivisten festgenommen worden, darunter eine Burgenländerin. Die Umweltschützer wollten auf die Klimaschädlichkeit von Kohle aufmerksam machen. Das Greenpeace-Schiff "Rainbow Warrior" ankerte im Frachtterminal und behinderte stundenlang die Anlieferung.

© APA (GREENPEACE)
 

"Daraufhin stürmten polnische Behörden bewaffnet und maskiert das Schiff und schlugen Fensterscheiben zu Bruch", berichteten die Umweltschützer. Der Kapitän und die aus Rettenbach stammende Bootsführerin wanderten in den Gewahrsam der Behörden.

"Mittwochnachmittag ist eine Anhörung vor Gericht angesetzt. Grundsätzlich dürfen sie laut polnischer Gesetzeslage bis zu 72 Stunden festgehalten werden", sagte eine Greenpeace-Sprecherin auf APA-Anfrage. Man rechne damit, dass die Aktivisten bald wieder frei sind. "Friedlicher Protest ist ein Grundrecht und darf nicht kriminalisiert werde", sagte Sophie Lampl, Kampagnendirektorin bei Greenpeace in Österreich.

Mittwochnachmittag fand eine weitere Protestaktion im Danziger Hafen statt. Mehrere Aktivisten, darunter mehrere Österreicher, kletterten auf Kräne im Kohleterminal, um die Beladung der Frachter zu stoppen. "Kohle ist einer der größten Klimakiller überhaupt. Die polnische Regierung macht allerdings keine Anstalten, auf umweltfreundliche, erneuerbare Energien umzusteigen", kritisierte Lampl.

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