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Papageno-Medienpreis für "SN"-Journalist Thomas Hödlmoser

Der erste Papageno-Medienpreises für suizidpräventive Berichterstattung geht an Thomas Hödlmoser von den Salzburger Nachrichten. Der Journalist erhielt den Preis für seinen Beitrag "Und trotzdem weiterleben". Jährlich sterben in Österreich mehr als doppelt so viele Menschen durch Suizid (1.209 im Jahr 2018) wie durch Verkehrsunfälle, das sind täglich mehr als drei Suizid-Opfer.

 

"Diese Auszeichnung wird dazu beitragen, das Bewusstsein bei Journalistinnen und Journalisten weiter zu stärken. Wir wollen damit einen weiteren Meilenstein in der Prävention von Suiziden in Österreich setzen", erklärte Sozialministerin Brigitte Zarfl anlässlich der Preisverleihung am Dienstagabend. Selbsttötung ist bei unter 50-Jährigen in Österreich eine der häufigsten Todesursachen, in der Altersgruppe zwischen 15 und 29 Jahren sogar die zweithäufigste. Gleichzeitig ist Suizid eine der wichtigsten vermeidbaren Todesursachen.

Seit 2012 wurde eine Reihe von Maßnahmen des nationalen Suizidpräventionsprogramms SUPRA (Suizidprävention Austria) umgesetzt.  Dieses Programm wurde bereits zwei Mal als Best-Practice-Beispiel auf europäischer Ebene (2017 und 2018) in Sachen Suizidprävention ausgezeichnet. Die aktuellste Maßnahme des österreichischen Suizidpräventionsprogramms SUPRA war die erstmalige Auslobung des Papageno-Medienpreises für suizidpräventive Berichterstattung durch das Gesundheitsministerium, die Österreichische Gesellschaft für Suizidprävention (ÖGS) sowie die Wiener Werkstätte für Suizidforschung.

Ein zentrales Ziel des Papageno-Medienpreises ist die weitere Verbreitung der Richtlinien zur medialen Berichterstattung, die national wie international eine Erfolgsgeschichte der Suizidprävention darstellen. "Aktuelle Erkenntnisse aus der Suizidforschung zeigen klar auf, dass es bei der Berichterstattung über Suizid um das 'Wie' geht: Berichterstattung, die Bewältigungsmöglichkeiten aufzeigt, kann einen wesentlichen Präventionsbeitrag leisten", sagte Thomas Niederkrotenthaler, Vorsitzender der Wiener Werkstätte für Suizidforschung.

Hödlmoser, erster Preisträger der Auszeichnung, bestätigte die Unsicherheit mit der Journalisten oft konfrontiert werden: "Suizidberichterstattung ist immer eine Gratwanderung. Einerseits gibt es in manchen Fällen ein Informationsbedürfnis seitens der Leserschaft, andererseits will man auch als Journalist verhindern, dass ein Bericht andere suizidgefährdete Menschen zur Nachahmung anregt. Der Papageno-Medienpreis zeigt allerdings, dass es einen Mittelweg gibt  und Suizidberichterstattung sogar positiv wirken kann, wenn aufgezeigt wird, wie man selbst die schlimmsten Krisen überstehen kann." Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert.

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