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Rebellen schossen syrischen Kampfjet über Idlib ab

In der umkämpften Provinz Idlib im Nordwesten Syriens haben Rebellen einen Kampfjet der Regierungstruppen abgeschossen. Die staatliche Nachrichtenagentur SANA meldete, das Flugzeug sei am Mittwoch von Raketen getroffen worden, die Extremisten abgefeuert hätten. Der Jet sei im Einsatz zur Zerstörung eines Hauptquartiers der Nusra-Front gewesen, die mittlerweile als Tahrir al-Sham bekannt ist.

© APA (AFP)
 

Die mächtigste Rebelleneinheit im Nordwesten erklärte, sie habe den Jet vom Typ Suchoi-22 abgeschossen. Die Maschine sei in der Provinz Homs gestartet. Sie stürzte nahe der von Rebellen gehaltenen Stadt Khan Sheikhoun ab. In Richtung dieser Stadt rücken derzeit die Truppen von Präsident Bashar al-Assad vor.

SANA zufolge war das Schicksal des Piloten unbekannt. Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, der Pilot habe sich mit dem Schleudersitz retten können und sei gefangen genommen worden. Die Gruppe stützt sich auf ein Netz von Informanten in Syrien.

Die Regierungstruppen rückten unterdessen nahe Khan Sheikhoun vor und waren nur noch wenige Kilometer von der Stadt entfernt. Ein Kommandant der Rebellen sagte Reuters, die Stadt, die seit 2014 unter Kontrolle der Opposition steht, sei "in großer Gefahr". Die Assad-Armee hatte vor etwa drei Monaten ihre Offensive gegen die letzte größere Rebellen-Enklave im Nordwesten begonnen. Am Wochenende eroberte sie die strategisch wichtige Stadt Al-Habeet. Sie gilt als Zugang zum südlichen Teil der Provinz Idlib, zur wichtigen Autobahn zwischen der Hauptstadt Damaskus und Aleppo sowie zu Khan Sheikhoun.

Nach ihrer Vertreibung aus anderen Landesteilen kontrollieren die Rebellen noch den größten Teil Idlibs und Gebiete in den Provinzen Aleppo, Hama sowie Latakia. Außerdem harren kleinere Rebelleneinheiten im Südosten Syriens an der Grenze zu Jordanien aus. Durch den Vormarsch der Regierungstruppen auf Khan Sheikhoun droht die Einkreisung der letzten Rebellenenklave in Hama, zu der auch die Ortschaften Morek, Kafr Zeita und Latamneh gehören.

Khan Sheikhoun war im Jahr 2017 Ziel jenes Giftgasangriffes, der US-Präsident Donald Trump veranlasste, einen Raketenangriff auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt zu befehlen, von dem aus der Angriff gestartet wurde. Die Vereinten Nationen machten nach einer Untersuchung das syrische Militär für den Giftgaseinsatz verantwortlich. Die Regierung in Damaskus weist die Vorwürfe zurück.

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