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Konfliktparteien im Jemen beraten über Waffenruhe

Zum ersten Mal seit fünf Monaten haben sich die Konfliktparteien im Jemen zu Gesprächen über die Waffenruhe in der strategisch wichtigen Hafenstadt Hodeida getroffen. Die Gespräche hätten am Sonntag an Bord eines UNO-Schiffes im Roten Meer begonnen, hieß es am Montag aus jemenitischen Regierungskreisen.

© APA (AFP)
 

Die Vereinten Nationen kündigten auf Twitter an, dass die Gespräche unter Vorsitz des dänischen Generals Michael Lollesgaard zwei Tage dauern würden. Im Jemen kämpfen die Houthi-Rebellen gegen die international anerkannte Regierung des Landes und eine mit ihr verbündete Militärkoalition unter Führung von Saudi-Arabien. Die Houthis haben seit 2014 große Teile des Nordjemens und die Hauptstadt Sanaa unter ihrer Kontrolle und werden vom saudischen Erzrivalen Iran unterstützt.

Beide Seiten hatten sich Ende Dezember nach Gesprächen unter UN-Vorsitz auf eine Waffenruhe für Hodeida geeinigt. Im Mai hatten die Houthis im Rahmen eines Abzugsplans die Kontrolle über die Häfen Hodeida, Salif und Ras Issa an die Küstenwache abgegeben. Die Regierung hatte die Gültigkeit des Rückzugs aber infrage gestellt.

Der Konflikt hat das Land nach UNO-Angaben in die schwerste humanitäre Katastrophe weltweit gestürzt. Zehn Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht, 80 Prozent der Bevölkerung benötigen dringend Hilfe. Hodeida und die anderen Häfen am Roten Meer sind für die Versorgung mit Hilfsgütern von großer Bedeutung.

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