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Hamilton-Heimsieg in packendem Silverstone-GP

Ein außergewöhnlicher Formel-1-Grand-Prix von Großbritannien hat einen gewohnten Sieger gebracht. Lewis Hamilton triumphierte am Sonntag in seinem "Wohnzimmer" Silverstone vor seinem Mercedes-Stallrivalen Valtteri Bottas. Ferrari-Pilot Charles Leclerc fuhr noch vor Red-Bull-Mann Pierre Gasly zum vierten Mal in Folge aufs Podium.

© APA (AFP)
 

"Ich bin so stolz, hier vor meinem Heimpublikum als Sieger zu stehen. Man könnte denken, man gewöhnt sich daran. Aber ich bin sehr dankbar dafür", jubelte Hamilton. Der fünffache Champion ist nun auch Silverstone-Rekordsieger. Öfter als sechs Mal hat an dem so prestigeträchtigen Formel-1-Schauplatz, der dies für zumindest fünf weitere Jahre bleiben wird, niemand gewonnen.

Die vom Veranstalter erwarteten 140.000 Fans bekamen ein Rennen zum Mitfiebern geboten. Hamilton machte von der ersten Kurve an Druck auf Bottas, der aus der Pole Position gestartet war. Doch der Finne wehrte alle Angriffe ab. Dahinter ging es ähnlich packend zu, Verstappen jagte seinen Alterskollegen Leclerc rundenlang über das britische Traditionspflaster. Red Bull hatte davor Ferrari während des zeitgleichen Boxenstopps abgezockt, doch nach einem Fahrfehler musste Verstappen den Ferrari-Mann wieder passieren lassen.

Das Klassement wirbelte eine Safety-Car-Phase durcheinander, aus der Bottas (dann 2.) und zunächst auch Leclerc (6.) als Verlierer herausgingen. Mercedes enteilte in der Folge der Konkurrenz, dahinter eskalierte das Duell zwischen Vettel und Verstappen. Nach einem Brachial-Manöver Vettels landeten beide im Kiesbett. Während der Deutsche ans Ende des Klassements zurückfiel und später bestraft wurde, konnte Verstappen überraschend weiterfahren. Der Niederländer war freilich wenig glücklich. "Es wäre ein zweiter, oder dritter Platz geworden", beteuerte der Spielberg-Sieger, der im WM-Klassement (136) dennoch erster Silberpfeil-Verfolger bleibt.

Nach seinem 80. Karriere-Erfolg führt Hamilton die Gesamtwertung mit 223 Punkten deutlich vor Bottas (184) an. Er hatte seinem Stallrivalen in der allerletzten Runde noch den Extrapunkt für die Tagesbestzeit abgeluchst. Bottas blieb trotz des unglücklichen Rennhergangs trotzig optimistisch: "Wir hatten einen guten Fight. Ich kämpfe weiter, es ist noch nicht vorbei." Sein Chef hatte Mitleid: "Er hätte sich verdient, das Rennen zu gewinnen. Er war superschnell heute", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Er bejubelte den bereits siebenten Saison-Doppelerfolg für sein Team.

Leclerc fuhr nach dem zwischenzeitlichen Rückschlag noch aufs Podium - zum vierten Mal in Serie. "Es ist wahrscheinlich das Rennen, das ich am meisten in meiner Formel-1-Karriere genossen habe", meinte der 21-jährige Monegasse danach. Das Geschehen zuletzt, als er in Spielberg von Verstappen spät debütiert worden war, habe ihm die Augen geöffnet. In England war also Kampfmodus angesagt. Leclerc: "Es ist gut für die Formel 1, wenn am Limit und manchmal vielleicht ein wenig darüber gekämpft wird." Das nächste Rennen steht in zwei Wochen auf dem Hockenheimring an. Erneut ein Mercedes-Heimspiel.

Vettel entschuldigte sich nach seinem Auffahrunfall bei Verstappen per Handschlag. "Es geht auf meine Kappe", sagte der Deutsche, dessen Sieglos-Serie sich am 28. August zu jähren droht. "Ich dachte, ich hätte noch ein Chance auf der Innenseite", meinte der Ferrari-Star in Bezug auf sein missglücktes Manöver. "Es sah aus dem Cockpit so aus, als würde er nach rechts zucken."

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