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Israelischer Minister für "Homo-Heilung" und Landnahme

Israels nationalreligiöser Erziehungsminister hat mit Äußerungen über die "Umpolung" Homosexueller und die Annektierung des Westjordanlands für Empörung gesorgt. Rafi Perez, ein orthodoxer Rabbiner, sprach sich in einem israelischen Fernseh-Interview für umstrittene Konversionstherapien für Homosexuelle aus.

 

Der offen schwule Justizminister Amir Ohana verurteilte diese Äußerungen bei Twitter: "Ernsthafte psychologische Studien sind sich einig, dass man die sexuelle Ausrichtung nicht ändern kann und dass solche Therapien Jugendlichen Schmerz und Leid zufügen können, bis hin zu Selbstmordgedanken." Auch Regierungschef Benjamin Netanyahu distanzierte sich von den Äußerungen des Erziehungsministers in dieser Frage.

Perez von der Siedlerpartei sagte in dem Interview: "Ich will, dass die israelische Souveränität auf ganz Judäa und Samaria (Westjordanland) ausgeweitet wird." Man wolle sich auch um die palästinensischen Einwohner kümmern, "aber sie werden keine politische Entscheidungsfähigkeit haben", sagte Perez am Samstagabend. Sie sollten kein Wahlrecht erhalten.

Linksorientierte Oppositionspolitiker warfen Perez vor, er strebe einen Apartheidstaat an. Vor der Parlamentswahl im April hatte der rechtskonservative Regierungschef Netanyahu bereits Pläne zur Annektierung israelischer Siedlungsgebiete im Westjordanland bekräftigt. Auch der US-Botschafter David Friedman hatte im vergangenen Monat der "New York Times" gesagt: "Ich denke, dass Israel unter gewissen Umständen das Recht hat, einen Teil, aber wahrscheinlich nicht alles, vom Westjordanland zu behalten."

In den kommenden Monaten wird mit der Veröffentlichung eines US-Friedensplans zur Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern gerechnet.

Israel hatte 1967 im Sechstagekrieg unter anderem den Gazastreifen, das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Die Palästinenser wollen diese Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

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