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Mehr als 100 Tote bei Kämpfen im Nordwesten Syriens

Bei Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen im Nordwesten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten binnen 24 Stunden mehr als 100 Kämpfer getötet worden. Außerdem seien mindestens acht Zivilisten ums Leben gekommen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstagabend.

© APA (AFP)
 

Die meisten der Zivilisten seien bei Luftangriffen der syrischen Armee in der Provinz Idlib und bei Angriffen der verbündeten russischen Streitkräfte in der Nachbarprovinz Hama getötet worden.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, seit Freitagfrüh hätten die syrische und russische Luftwaffe Idlib und mehrere Vororte bombardiert. Zehn Zivilisten starben bei den Angriffen. Es habe mehr als 440 Angriffe gegeben, teilte die in Großbritannien ansässige Organisation mit.

In Idlib und angrenzenden Gebieten gilt eigentlich seit vergangenem September eine Waffenruhe zwischen den von der Jihadistenallianz Hayat Tahrir al-Sham dominierten Rebellen und den Regierungstruppen. Die Truppen von Machthaber Bashar al-Assad gehen jedoch seit Ende April mit Unterstützung der russischen Luftwaffe wieder verstärkt gegen die Aufständischen vor.

Seit Beginn der Offensive im April seien insgesamt mehr als 2.400 Menschen ums Leben gekommen, davon mindestens 626 Zivilisten, berichtete die Beobachtungsstelle. Mehr als 300.000 Menschen seien aufgrund der Kämpfe vertrieben worden.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte am Donnerstag Luftangriffe auf medizinische Einrichtungen in der Region. "Zivilisten und zivile Infrastruktur, einschließlich medizinischer Einrichtungen, müssen geschützt werden", mahnte Guterres. Die Verantwortlichen für die Angriffe müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

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