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Inn-Hochwasser: Lage angespannt, aber stabil

Die Hochwassersituation in Tirol ist auch am Mittwochabend weiterhin angespannt, aber stabil geblieben. Die Pegel in Innsbruck und Telfs waren laut Land Tirol in den frühen Abendstunden leicht rückgängig. So ging der Pegel in Innsbruck von einem Höchststand von 6,29 Meter auf 6,16 Meter zurück, in Telfs ging er von 5,10 Meter auf 5,07 Meter zurück.

© APA
 

Auch in der Bezirkshauptstadt Schwaz, in der eine Zivilschutzwarnung ausgegeben worden war, sank der Wasserstand leicht von 5,42 Meter auf 5,37 Meter. "Auch wenn sich die Pegelstände im Ober- als auch im Unterland Tirols als angespannt, aber stabil erweisen, bleiben alle bisher getroffenen Sicherheitsvorkehrungen vorerst aufrecht", betonte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). 140 Feuerwehren waren im ganzen Land mit 600 Mitgliedern im Einsatz bzw. in Bereitschaft.

"Auch wenn es nach wie vor noch Unsicherheitsfaktoren gibt, beispielsweise lokale Gewitter und Regen in den Schweizer Alpen, die in den nächsten Stunden noch zusätzlich Wasser zu uns bringen können, die Temperaturverteilung oder die bestehende Schneemenge auf den Bergen, dürften aus jetziger Sicht die Pegel entlang des Inns nicht mehr in großem Ausmaß steigen", berichtete LHStv. und Sicherheitsreferent Josef Geisler (ÖVP). Doch auch in den kommenden Tagen werden die Pegel noch auf Hochwasserniveau bleiben, meinte der LHStv.

Aufgrund der Niederschläge in der Schweiz werde es in den kommenden Stunden noch zu einem moderaten Wiederanstieg der Pegel kommen, hieß es. Neuerliche Niederschläge im Einzugsgebiet der Ötztaler Ache und der Ruetz zeigen noch keine Entspannung der Abflusssituation am Inn, erklärte Markus Federspiel, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft. Die punktuellen Niederschläge sollen noch in der Nacht abklingen. "Anschließend ist mit keinem großflächigem Regen bis Freitag zu rechnen. Für weitere konkrete Prognosen sind die Modelle in den nächsten Tagen erneut zu analysieren", erklärte Manfred Bauer von der ZAMG.

Es war zu kleinflächigen Wasserausuferungen an den Radwegen von Telfs bis Kematen und von Hall bis Volders gekommen. Auch Felder in einigen Gemeinden entlang des Inns waren vom Hochwasser betroffen. In der Innsbrucker Altstadt wurde in der Bad- und der Herrengasse ein mobiler Hochwasserschutz aufgestellt.

Zahlreiche Straßen- und Radwege mussten gesperrt werden. So wurden die Tiroler Straße (B171) zwischen dem Innsbrucker Stadtteil Kranebitten und Zirl, die Grießer Straße (L239) ab dem Kreisverkehr Längenfeld bis zur Abzweigung Gries und die Unterinntal Landesstraße (L215) zwischen Jenbach und Stans gesperrt. Der Inntal-Radweg war in Kufstein, Niederbreitenbach, St. Gertraudi/Brixlegg, Hall und Innsbruck teilweise nicht mehr befahrbar. Zudem wurden in Innsbruck die Karwendel Brücke, der Emile-Bethouard Steg, der Hans Psenner Steg und die New Orleans Brücke gesperrt, ebenso wie die Fußgängerbrücke an der Unteren Lend in Hall, die Montanwerksbrücke in Brixlegg und die Steinbrücke in Schwaz.

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