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Wahlbeteiligung in Spanien deutlich höher

In Spanien hat sich bei der Europawahl bis zum frühen Nachmittag eine weitaus höhere Beteiligung abgezeichnet als vor fünf Jahren. Bis 14.00 Uhr seien 34,63 Prozent der 37 Millionen Wahlberechtigten zu den Urnen gegangen, teilte die Wahlbehörde mit. Zum selben Zeitpunkt waren es bei der vorherigen EU-Wahl nur 23,87 Prozent.

© APA (AFP)
 

Bereits bei der spanischen Parlamentswahl Ende April war die Wahlbeteiligung mit mehr als 75 Prozent sehr hoch. Besonderes Augenmerk gilt dem katalanischen Ex-Regionalpräsidenten Carles Puigdemont, der von seinem Exil in Belgien aus versucht, als Europaabgeordneter in die Politik zurückzukehren. Ein Gericht in Madrid hatte entschieden, dass der Separatist - der im Zuge des verbotenen Unabhängigkeitsreferendums von 2017 aus Spanien geflohen war - bei der Europawahl kandidieren darf.

Mit Spannung wird auch erwartet, wie viele Sitze die ultrarechte Partei Vox erringt, die bei der Parlamentswahl mehr als zehn Prozent der Stimmen und 24 Mandate geholt hatte.

Gute Chancen, als stärkste Kraft aus der Abstimmung hervorzugehen, hat in Spanien erneut die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) von Ministerpräsident Pedro Sánchez, die bereits die Parlamentswahl gewonnen hatte. Die absolute Mehrheit hatte die PSOE allerdings verfehlt. Um viel geht es für die konservative Volkspartei PP, die befürchten muss, dass sich ihr Debakel von Ende April wiederholt. Bei der Parlamentswahl hatte die Partei mehr als die Hälfte ihrer Mandate verloren. Parteichef Pablo Casado muss um seinen Posten bangen.

Spaniens Wähler konnten am Sonntag nicht nur über das EU-Parlament abstimmen, sondern in weiten Landesteilen auch über ihre Regionalparlamente und Kommunalvertretungen.

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