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Sudans gestürzter Präsident Bashir in Gefängnis gebracht

Sudans gestürzter Präsident Omar al-Bashir ist in ein Gefängnis in der Hauptstadt Khartum verlegt worden. Ein Familienmitglied des langjährigen Präsidenten sagte am Mittwoch der Presse, Bashir sei in der Nacht in die Haftanstalt Kober im Norden Khartums gebracht worden. Bisher war der 75-Jährige vom Militär an einem unbekannten Ort festgehalten worden.

© APA (AFP)
 

Der seit drei Jahrzehnten autoritär herrschende Bashir war am Donnerstag vergangener Woche nach monatelangen Massenprotesten vom Militär gestürzt und festgenommen worden. Für eine Übergangszeit von zwei Jahren wurde ein Militärrat eingesetzt. Die Proteste in Khartum dauern aber an. Die Anführer der Protestbewegung fordern die rasche Einsetzung einer Zivilregierung.

Die Demonstranten verlangen, dass Bashir vor Gericht gestellt wird. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert dagegen eine Auslieferung Bashirs an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag, der schon vor Jahren einen Haftbefehl gegen Bashir wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermordes in Darfur erlassen hatte. Der Militärrat will darüber aber nicht entscheiden und die Entscheidung einer gewählten Zivilregierung überlassen.

Uganda erwägt nach Regierungsangaben, Sudans gestürztem und per internationalem Haftbefehl gesuchten Ex-Präsidenten Omar al-Bashir Asyl (75) zu gewähren. "Falls Al-Bashir einen Antrag auf Asyl hier stellt, werden wir es in Erwägung ziehen", sagte Henry Okello Oryem, ein Staatssekretär im Außenministerium, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Man werde sich nicht beim Internationalen Strafgerichtshof entschuldigen. "Wenn Al-Bashir nach Uganda käme, wäre er willkommen." Uganda ist ein Unterzeichner des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs.

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