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Zwei Mädchenschulen in Afghanistan zerstört

Im Westen Afghanistans sind innerhalb von zwei Tagen zwei Mädchenschulen zerstört worden. Beide Schulen wurden von insgesamt rund 1.500 Mädchen im Alter von sechs bis 18 Jahren besucht. Eine Schule wurde in der Nacht auf Dienstag am Stadtrand der Provinzhauptstadt Farah gesprengt, wie Behördenvertreter sagten. Unmittelbar zuvor hätten Unbekannte den Wärter verprügelt und Dokumente vernichtet.

 

In der Nacht auf Montag war eine Mädchenschule nur wenige Kilometer entfernt durch Sprengsätze zerstört worden. Bisher bekannte sich niemand zu den Angriffen. Ein Sprecher der Taliban, Sabiullah Mujahid, bestritt am Dienstag, die Aufständischen hätten etwas mit den Angriffen zu tun. Lokale Behördenvertreter allerdings sahen Taliban hinter den Übergriffen, nachdem es zuvor von ihnen Drohungen gegen die Mädchenschulen gegeben haben soll.

In der Vergangenheit hatten Taliban Schulen und Lehrer angegriffen und Mädchenbildung massiv eingeschränkt. Nach einem Bericht der UNO-Kinderhilfsorganisation UNICEF vom Juni gehen 3,7 Millionen Kinder in Afghanistan nicht zur Schule, darunter 2,2 Millionen Mädchen. Trotz massiver internationaler Hilfsbemühungen hat knapp die Hälfte aller Kinder zwischen sieben und 17 Jahren keinen Zugang zu Bildung.

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