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Staatsoper WienNeue Vorwürfe gegen Ballettakademie-Lehrer

Nach Enthüllungen über Drill und Gewalt an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper veröffentlicht der "Falter" neue Vorwürfe gegen jenen Lehrer der Akademie, dem bereits ein sexueller Übergriff gegenüber einem Schüler vorgeworfen wird.

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Eine Sonderkommission zur Klärung sämtlicher Vorwürfe gegen die Ballettakademie der Wiener Staatsoper wurde beauftragt © APA/DPA/GENTSCH
 

So habe er auch wiederholt Eleven zu sich nach Hause eingeladen und ihnen sexuelle Avancen gemacht.Eine Schülerin beklagt in einem dem "Falter" vorliegenden Protokoll, dass der Lehrer sich den Buben beim Tanzen mit sexuellen Posen "von hinten genähert" und angeboten habe, bei der Schamhaarrasur behilflich zu sein. Daneben soll eine Mutter 2015 einen "verfänglichen Facebook-Chat" zwischen dem Lehrer und ihrem Sohn entdeckt haben.

Laut "Falter" soll überdies ein Kollege, dem sich der Lehrer offenbarte, die Akademieleiterin Simona Noja informiert haben. Noja beteuert gegenüber dem "Falter" indes, keine Hinweise auf sexuelles Fehlverhalten erhalten zu haben. Und schließlich soll eine E-Mail mit entsprechenden Vorhaltungen an den Staatsopern-Betriebsrat gegangen sein. "Ich habe keine Hinweise auf sexuelle Übergriffe erhalten. Aber es stimmt, dass sich die Lehrer gegenseitig alles Mögliche an den Kopf geworfen haben", so Staatsopern-Betriebsrat Mario Steller laut "Falter" in dessen neuer Ausgabe. Es habe generell kein gutes Arbeitsklima zwischen den Lehrern geherrscht.

Christian Kircher, Geschäftsführer der Bundestheater-Holding, erklärte jüngst: "Die ,Sonderkommission Ballettakademie' wird sofort ihre Arbeit aufnehmen. Je nach Thema werden wir die Sonderkommission während des nun startenden Arbeitsprozesses um weitere Experten ergänzen. Unser Ziel ist es, bis zum Sommer 2019 einen Zwischenbericht an den Bundesminister zu erstellen. Die Leitung der Wiener Staatsoper hat uns dazu jede Unterstützung zugesagt und bereits zahlreiche ihrer heute vorliegenden Unterlagen übermittelt." 

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