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Camper in Deutschland unter Kindesmissbrauchs-Verdacht

Erneut ist ein Camper in Nordrhein-Westfalen wegen des Verdachts des schweren sexuellen Kindesmissbrauchs festgenommen worden. Eine Familie habe bei der Polizei Viersen Strafanzeige gegen einen 72-jährigen Mann aus Duisburg gestellt, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Mönchengladbach am Dienstag mit.

 

Die 13-jährige Tochter der Familie habe angegeben, seit mindestens einem Jahr von dem Mann sexuell missbraucht worden zu sein. Die Familie und der Senior kennen sich demnach von einem Campingplatz in Niederkrüchten nahe der niederländischen Grenze. Bei der Durchsuchung der Parzelle des Mannes sei am Montag zudem ein achtjähriges Mädchen angetroffen worden. Dieses soll sich laut Ermittlern für mehrere Tage als Feriengast bei dem bisher unbescholtenen 72-Jährigen aufgehalten haben. Das Kind sei zunächst in die Obhut des Jugendamtes gegeben und am Montagabend von den Eltern abgeholt worden.

Der Tatverdächtige sollte am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Bei den Durchsuchungen wurden auf dem Campingplatz und in der Wohnung des Verdächtigen Computer, Mobiltelefone, Kameras sowie Speichermedien beschlagnahmt.

Deutschlandweit für Aufsehen sorgt derzeit ein Fall aus dem lippischen Lügde: Dort wird ebenfalls in einem Fall von Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz ermittelt. Dort soll ein 56-jähriger Dauercamper mit einem Komplizen (33) über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben.

Ebenfalls in Nordrhein-Westfalen soll ein Mann über mehrere Jahre hinweg Kinder und Frauen betäubt, sexuell misshandelt und während der Taten gefilmt haben. Es sei von mindestens 15 Opfern auszugehen, darunter seien auch einige Kinder im Grundschulalter, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag.

Die bisher ermittelten sieben Frauen, zwei Jugendlichen und sechs Kinder seien dem 54-Jährigen "aus privaten Kontakten" bekannt gewesen. Den Ermittlungen zufolge habe der alleinlebende Mann aus Datteln ihnen in seiner Wohnung Schlaf- oder Beruhigungsmittel verabreicht, sie missbraucht und seine Taten aufgezeichnet. Es sei möglich, dass es weitere Opfer gebe.

Nach Angaben der Ermittler hatten sich Eltern Anfang des Jahres an die Polizei gewandt. Ihr Kind hatte bei dem Bekannten übernachtet, danach über Schwindel geklagt. In einer Klinik wurden Spuren eines Schlaf- und Beruhigungsmittels im Blut nachgewiesen. Mitte Februar durchsuchten Ermittler die Wohnung des 54-Jährigen, fanden mehrere Datenträger, der Mann kam in Untersuchungshaft. Er verweigerte bisher die Aussage.

Der Verdächtige habe die Filme nach bisherigen Erkenntnissen nicht weiterverbreitet, sagte die Polizeisprecherin. Einige Opfer seien den Aufnahmen zufolge nicht bei Bewusstsein gewesen. Die identifizierten Personen wurden informiert und von Opferschützern betreut. Einige Missbrauchsopfer habe man bisher nicht ermitteln können. Ob es bei einem einzigen Beschuldigten bleibe, könne auch noch nicht mit Gewissheit gesagt werden.

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