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Rom fordert europäische Initiative bei Migrantenwelle

Die italienische Regierung fordert eine europäische Initiative, sollte die Migrationswelle in Richtung Italien wegen der eskalierenden Gewalt in Libyen zunehmen. "Sollten tausende Asylsuchende abfahren, würde Italiens Politik der geschlossenen Häfen nicht mehr genügen. In diesem Fall müsste man andere europäische Häfen öffnen und die Migranten umverteilen", so Verkehrsminister Danilo Toninelli.

© APA (AFP)
 

Der Fünf-Sterne-Minister, der für die italienischen Häfen zuständig ist, plädierte für eine internationale Friedensinitiative für Libyen. "Europa muss vorbeugen und eingreifen und Italien muss im Mittelpunkt der europäischen Migrationsstrategie stehen", sagte Toninelli am Dienstag.

Der libysche Ministerpräsident Fayez al-Sarraj, dessen Regierung von den Vereinten Nationen unterstützt wird, warnte vor einer neuen großen Flüchtlingsbewegung Richtung Europa. Die Verschlechterung der Lage in Libyen könnte bis zu 800.000 Migranten und Libyer "zur Invasion von Italien und Europa bewegen", meinte Sarraj im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" (Dienstagsausgabe). Unter die Migranten könnten sich Kriminelle und vor allem IS-Terroristen mischen.

Auch der libysche Ministerpräsident rief den Westen zu Friedensinitiativen auf. Dabei dankte er Italien für seine Vermittlungsrolle. Er äußerte die Hoffnung, dass die internationale Gemeinschaft so rasch wie möglich zum Schutz der Zivilisten eingreife.

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