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Litauen beordert Russland-Botschafter zu Beratungen zurück

Litauen hat seinen Botschafter in Russland zu Beratungen zurück nach Vilnius beordert. Begründet wurde dies vom Außenministerium des baltischen EU- und NATO-Lands mit Vorermittlungen in einem Visafall und Drohungen gegen den Botschafter nach einem Gerichtsurteil zum "Blutsonntag von Vilnius", einem Putschversuch mit sowjetischer Hilfe am 13. Jänner 1991. Dies meldete die Agentur BNS am Donnerstag.

 

Litauens Botschafter in Moskau war zuvor von der litauischen Generalanwaltschaft als besonderer Zeuge in einem Korruptionsfall befragt worden. Dabei ging es Medienberichten zufolge um die Erteilung eines Schengen-Visums an einen russischen Banker, das auf Einladung des Generaldirektors des Verbandes der litauischen Handels-, Industrie- und Handwerkskammern ausgestellt worden war.

Nach Angaben von Außenminister Linas Linkevicius mache dies den Botschafter "verwundbar". Staatspräsident Dalia Grybauskaite äußerte sich ähnlich und sprach davon, dass der Fall einen "Schatten auf den diplomatischen Dienst" werfe.

Die Beziehungen zwischen Litauen und Russland sind wegen der Ukraine-Krise gespannt. Verschärft wurden sie Ende März durch das Urteil zum "Blutsonntag von Vilnius": Ein Gericht in Vilnius verurteilte mehr als 60 ehemalige Sowjetoffiziere für ihre Beteiligung an dem Vorfall zu Haftstrafen. Russland hat deshalb Ermittlungen gegen die vier litauischen Richter aufgenommen.

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