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Ermittlung gegen 17 Mafia-Bosse wegen Mordes von 1991

Fast 18 Jahre nach dem Mord an dem süditalienischen Staatsanwalt Antonio Scopelliti im August 1991 sind Ermittlungen gegen 17 Bosse der sizilianischen Mafia und der 'Ndrangheta aufgenommen worden. Zu ihnen zählt auch die seit Jahrzehnten flüchtige Nummer eins der sizilianischen Cosa Nostra, Matteo Messina Denaro, berichteten die Ermittler in Reggio Calabria nach Medienangaben vom Sonntag.

 

Eine Allianz aus Cosa Nostra und 'Ndrangheta, den beiden stärksten mafiösen Organisationen in Italien, soll Scopelliti das Leben gekostet haben. Zu diesem Schluss kamen die Ermittler mithilfe abtrünniger Mafiosi, die mit der Justiz zusammenarbeiten. Der Mord an dem Staatsanwalt sei im sizilianischen Trapani im Frühjahr 1991 bei einem Gipfeltreffen von Mafia-Bossen beschlossen worden, an dem auch Messina Denaro beteiligt war.

Nach Erkenntnissen der Ermittler war der Mord an Scopelliti, der in der süditalienischen Region Kalabrien in seinem Auto erschossen worden war, von der Spitze der sizilianischen Cosa Nostra angeordnet und von der kalabresischen 'Ndrangheta ausgeführt worden. Scopelliti, Staatsanwalt am Kassationsgerichtshof, war damals beauftragt, bei einem Prozess gegen die Mafia die Anklage zu vertreten. Mit dem Mord wollte die Mafia den Prozess platzen lassen und die Angeklagten wegen Überschreitung der Fristen für die Untersuchungshaft in Freiheit holen.

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