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Freudentränen bei Shiffrin nach Riesentorlauf-Triumph

Mikaela Shiffrin hat ihren Rekordwinter im alpinen Ski-Weltcup standesgemäß beendet. Die US-Amerikanerin gewann am Sonntag in Soldeu den abschließenden Riesentorlauf und feierte damit ihren bereits 17. Saisonsieg, mit dem sie sich auch die kleine Kristallkugel für den Gewinn der Spezialwertung sicherte. Beste ÖSV-Dame im letzten Weltcup-Rennen 2018/19 war die Tirolerin Eva-Maria Brem als Siebente.

© APA
 

Die weiteren Podestplätze gingen sensationell an Juniorenweltmeisterin Alice Robinson aus Neuseeland (+0,30 Sek.) sowie Weltmeisterin Petra Vlhova aus der Slowakei (0,41). Neben Brem landeten noch drei weitere Österreicherinnen in den Punkterängen: Katharina Liensberger wurde Achte, Bernadette Schild Elfte und Ricarda Haaser 13. Katharina Truppe, nach dem ersten Lauf 14., schied im Finale aus.

Shiffrin, die mit 2.204 Zählern als zweite Skirennläuferin nach der Slowenin Tina Maze (Rekord 2.414 in der Saison 2012/13) die 2.000-Punkte-Marke übertraf, hält nun schon bei 60 Weltcup-Siegen, zehn davon hat sie im Riesentorlauf gefeiert. Die amtierende Weltmeisterin im Super-G und Slalom hatte zuvor schon die große Kristallkugel für die erfolgreiche Titelverteidigung im Gesamt-Weltcup sowie die Trophäen für die Gewinne der Super-G- und Slalom-Wertung gewonnen.

Die zweifache Olympiasiegerin brach unmittelbar nach ihrem Erfolg in Tränen aus, derart freute sie sich über den erstmaligen Triumph in der Riesentorlauf-Weltcup-Wertung. "Diese Kugel war mein Ziel seit meinem ersten Gewinn der Slalom-Kugel", betonte Shiffrin im ORF-TV-Interview, welch großen Stellenwert dieser Erfolg für sie hat.

Die fünffache Weltmeisterin ist nach Tamara McKinney (1981, 1983) und Marilyn Cochran (1969) erst die dritte US-Amerikanerin, die den Riesentorlauf-Weltcup gewonnen hat. Mit ihren vier Kristallkugeln in diesem Winter egalisierte sie zudem den Rekord ihrer Landsfrau Lindsey Vonn (2010, 2012) und von Maze (2013), die dieses Kunststück als bisher einzige Skidamen geschafft hatten. Shiffrin hat nun schon insgesamt elf Kugeln in ihrer Karriere (3 Gesamt-, 6 Slalom- sowie je 1 Super-G- und Riesentorlauf-Weltcup) geholt.

Im Gegensatz zu den meisten ihrer Konkurrentinnen war die Saison-Dominatorin auch am Ende leistungsmäßig noch voll auf der Höhe. "Es war gut, dass ich einige Rennen ausgelassen und stattdessen trainiert habe. Dadurch bin ich noch mit so viel Energie hierhergekommen. Es war eine sehr spektakuläre Saison - wie ein Traum", meinte Shiffrin, die den bisherigen Weltcup-Rekord von 14 Saisonsiegen der Schweizerin Vreni Schneider (1988/89) schon vor acht Tagen ausgelöscht hatte. Ihr Manager Kilian Albrecht war entsprechend voll des Lobes: "Was sie leistet, ist unglaublich, die Rekorde purzeln nur so."

Neben Shiffrin freute sich auch Robinson riesig. Die 17-Jährige, die am 1. Dezember 2001 in der australischen Metropole Sydney geboren wurde, zeigte schon mit Platz drei im ersten Lauf auf und verbesserte sich mit zweitbester Zeit im Finale noch auf den zweiten Rang. "Das ist verrückt, ich bin überglücklich", lautete ihr erster Kommentar. "Ich war schon aufgeregt, aber nach dem ersten Durchgang habe ich gewusst, dass ich ein gutes Ergebnis in der Tasche habe. Ich bin dann ruhig geblieben und habe einen guten Lauf gemacht."

Brem war indes froh, dass sie nach ihrer langen Verletzungspause wieder den Anschluss gefunden hat. "Es war eine gute Leistung. Gott sei Dank habe ich zum Schluss zeigen können, dass ich konkurrenzfähig bin. Für mich waren diese Ergebnisse brutal wichtig", bekräftigte die 30-Jährige, die am 7. März 2016 in Jasna als bisher letzte Österreicherin einen Weltcup-Riesentorlauf gewonnen hat. Damals sicherte sich Brem auch die kleine Kristallkugel in ihrer Paradedisziplin.

Liensberger schaffte mit Platz acht ihr bisher bestes Riesentorlauf-Resultat im Weltcup. "Ich habe im zweiten Durchgang riskiert, was gegangen ist, und die Schwünge durchgezogen. Das war ein wichtiger Schritt voran, aber es sind noch viele Schritte zu tun. Ich freue mich schon auf die nächste Saison", betonte die 21-Jährige, die heuer erstmals den Sprung aufs Slalom-Podest (Dritte in Flachau) geschafft hatte.

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