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"Erhebliche" Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg

Die Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg ist am Sonntag mit Stufe "3", also erheblich, eingestuft worden. Damit hat sich die Gefahrenlage etwas entspannt. Oberhalb von 2.200 Meter müssten Triebschneeansammlungen "vorsichtig beurteilt werden", warnten die Lawinenkommissionen. In Salzburg wurden am Samstagnachmittag zwei Tourengeher von einem Schneebrett mitgerissen, sie blieben unverletzt.

© APA (Symbolbild)
 

Das Schneebrett im Tennengebirge dürfte von zwei unbekannten Tourengehern ausgelöst worden sein, berichtete die Polizei. Die beiden Alpinisten wurden zum Glück nicht verschüttet. Die Schneemassen hatten eine Größe von etwa 300 mal 300 Meter. Augenzeugen des Unglücks alarmierten die Bergrettung. Schwer geschockt wurden die zwei Tschechen mit dem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen. Die Suche nach anderen möglichen Verschütteten verlief negativ. Am Einsatz waren unter anderem 20 Bergretter, zwei Lawinenhunde, der Rettungshubschrauber "Martin 1" und der Polizeihubschraubers "Libelle" beteiligt.

Vor allem im Laufe des Tages stieg mit der Erwärmung die Gefahr von Nass- und Gleitschneelawinen, warnten die Experten. Diese umfangreichen Triebschneeansammlungen der letzten Tage blieben jedenfalls störanfällig. Durch die geringe Zusatzbelastung können einzelne Wintersportler an vielen Orten Lawinen auslösen, mahnen die Sachverständigen zu erhöhter Vorsicht in Rinnen, Mulden und hinter Geländekanten. Von Touren- und Variantenabfahrten wird Zurückhaltung gefordert.

In Teilen Niederösterreichs bleibt die Lawinensituation auch am Montag kritisch. In den Ybbstaler Alpen sowie im Rax-Schneeberg-Gebiet wird das Risiko als "erheblich" und damit auf Stufe 3 der fünfteiligen Skala bewertet, teilte der Warndienst Niederösterreich am Sonntagabend mit. Die Gefahrenstellen befinden sich "besonders in den Nord- über Ost- bis Südexpositionen, hinter Geländekanten und den Einfahrtsbereichen von Rinnen", hieß es im Lagebericht. Die eingeschränkte Sicht erschwere das Erkennen der gefährlichen Punkte. In den übrigen Gebieten des Bundeslandes wird die Lawinengefahr als "mäßig" (Stufe 2) eingeschätzt. Der Dienstag soll eine Entspannung des Risikos bringen.

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