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Flüchtlingsboot vor marokkanischer Küste gesunken

Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der marokkanischen Küste sind nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation am Donnerstag 45 Menschen ums Leben gekommen. Die marokkanischen Behörden teilten am Freitag mit, 21 Menschen seien gerettet worden. Die Zahl der Opfer bestätigten sie nicht.

 

Die in Tanger ansässige Nichtregierungsorganisation Caminando Fronteras teilte mit, dass 45 Menschen auf der Überfahrt zwischen der spanischen und marokkanischen Küste ums Leben gekommen seien. Dabei berief sie sich auf Angaben der Flüchtlinge und ihrer Angehörigen. "67 Menschen waren an Bord", erklärte die Leiterin der NGO, Helena Maleno, auf Twitter. 22 Menschen hätten überlebt, darunter sieben Frauen. "Nur eine Leiche wurde geborgen", fügte sie hinzu.

Ein ranghoher marokkanischer Behördenvertreter bestätigte der Agentur AFP die Rettung von 21 Menschen durch die marokkanische Marine. Zu den Todesopfern wollte er sich nicht äußern. Das Thema der illegalen Migration ist in Marokko heikel, genaue Informationen sind schwer zu bekommen. Im Jänner hatte Caminando Fronteras den Tod von rund 50 Mauretaniern beim Untergang eines Schiffes vor der marokkanischen Küste gemeldet, was von marokkanischer Seite nie bestätigt wurde.

Nach Angaben des spanischen Innenministeriums von Anfang März stieg die Zahl der über Marokko reisenden Flüchtlinge von 22.000 im Jahr 2017 auf fast 57.500 im Jahr 2018. Die marokkanischen Behörden teilten mit, im vergangenen Jahr 89.000 Bootsflüchtlinge gestoppt und 29.715 weitere gerettet zu haben. Im ganzen Mittelmeer ertranken im vergangenen Jahr 2299 Menschen bei dem Versuch, mit Booten das europäische Festland zu erreichen. Ein Jahr zuvor waren 3139 Bootsflüchtlinge ums Leben gekommen.

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