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Einstiger documenta-Leiter Okwui Enwezor gestorben

Der einstige Leiter der documenta 11 und ehemalige Chef des Münchener Hauses der Kunst, Okwui Enwezor, ist tot. Der gebürtige Nigerianer starb im Alter von 55 Jahren, wie das Museum der dpa am Freitag bestätigte. Kurz nach seinem Abschied aus dem Haus der Kunst im Sommer 2018 hatte Enwezor seine Krebserkrankung öffentlich gemacht.

© APA (dpa)
 

Im "Spiegel" hatte er damals gesagt, er habe das Gefühl gehabt, in München nicht mehr erwünscht gewesen zu sein. Der aus Nigeria stammende Enwezor hatte das Amt an der Spitze des renommierten Hauses, das über keine eigene Sammlung verfügt und seine Ausstellungen mit Leihgaben bestückt, im Jahr 2011 übernommen.

Aber bereits zuvor hatte Enwezor auf der internationalen Kunstbühne reüssiert. So leitete er 2002 die documenta 11 in Kassel, 2015 die 56. Biennale von Venedig. "Es gibt nie den idealen Zeitpunkt für einen Abschied, aber ich trete zu einem Zeitpunkt zurück, an dem das Haus der Kunst eine künstlerische Position der Stärke erreicht hat", sagte er im Vorjahr.

Allerdings hatte das Haus damals turbulente Zeiten hinter sich. Massive Geldprobleme wurden bekannt. Auch die Nähe von Angestellten zu Scientology und Fälle sexueller Belästigung sorgten für Schlagzeilen. Der Aufsichtsrat hatte schon vor dem Abschied reagiert und Enwezor einen kaufmännischen Geschäftsführer an die Seite gestellt.

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