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Hamilton und Mercedes dominierten Trainingsauftakt

Mercedes ist überraschend dominant in die Formel-1-Saison gestartet. Lewis Hamilton und Valtteri Bottas beherrschten am Freitag den ersten Trainingstag in Melbourne. Hamilton fuhr in beiden Sessions Bestzeit, bei seiner schnellsten Runde des Tages lag er 0,048 Sekunden vor seinem Teamkollegen. Die Konkurrenz war aber schon mehr als acht Zehntelsekunden zurück.

© APA (AFP)
 

Ferrari-Star Sebastian Vettel landete hinter den beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Neuzugang Pierre Gasly nur auf Platz fünf. Schrillen bei den Italienern bereits die Alarmglocken? "Ich mache mich nicht verrückt", betonte Vettel nach den schwachen Rundenzeiten. "Wir verlieren in jeder Kurve ein bisschen, also müssen wir uns in 16 Kurven verbessern."

Zumindest im ersten Training war Vettel als Zweiter knapp drangewesen an Hamilton. Von der Favoritenrolle, in der man sich nach den starken Vorstellungen bei den Testfahrten wiederfand, wollte Ferrari ohnehin nichts wissen. "Wintertests sind nicht dasselbe wie eine Qualifikation oder eine Rennsituation", meinte Teamchef Mattia Binotto. "Erst hier in Melbourne beginnen wir, das Auto richtig zu verstehen. Wir wollen uns Schritt für Schritt verbessern."

Das wird auch notwendig sein, machte Mercedes doch in Melbourne nicht nur auf eine schnelle Runde, sondern auch bei Rennsimulationen einen guten Eindruck. "Sie waren in einer eigenen Liga", erklärte Vettel. Die Diskussionen über ein möglicherweise verschobenes Kräfteverhältnis seien "Quatsch" gewesen. Vettel: "Keiner hat wirklich verstanden, was Mercedes beim Testen gemacht hat, vielleicht sie selbst auch nicht."

Die Silberpfeile haben es aber zumindest verstanden, ihr Auto wieder schnell zu machen. Hamilton strahlte im Albert Park über das ganze Gesicht. "Das Auto heute zu fahren hat mir einen Schub gegeben", sagte der Engländer. "Wir sind sehr gut durch unser Programm gekommen, es hat keine Probleme gegeben."

Ganz im Gegensatz zu Ferrari, wo neben Vettel auch dessen neuer Teamkollege Charles Leclerc neben der Strecke war. Der Monegasse kam nicht über Platz neun hinaus. Verschiedene Experten schlossen aber nicht aus, dass sich die Scuderia ihre volle Leistungsfähigkeit erst für das Qualifying am Samstag (7.00 Uhr MEZ) aufgespart haben könnte.

Red Bull gab keine schlechte Figur ab. Verstappen fuhr seine schnellste Runde zu Beginn eines Longruns, der den österreichisch-englischen Rennstall für das Wochenende hoffen lässt. Der neue Honda-Motor bereitete ebenfalls keine gröberen Probleme. "Wir haben aber viele Dinge gesehen, die wir möglicherweise noch verbessern können", betonte Verstappen. "Ich denke, wir können noch nicht zufrieden sein." Vor allem die Reifen müsse man noch besser verstehen, meinte der 21-Jährige, der bereits 81 Grand-Prix-Starts hinter sich hat.

Die neue Saison beginnt am Sonntag (6.10 Uhr MEZ) mit dem Grand Prix von Australien. 21 Rennen sind bis zum Finale am 1. Dezember in Abu Dhabi zu absolvieren.

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