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Säuberungswelle in türkischer Polizei geht weiter

In der Türkei geht im Zusammenhang mit dem Putschversuch von 2016 die Säuberungswelle innerhalb der Polizei weiter. Seit Dienstagfrüh wurden laut staatlicher Nachrichtenagentur Anadolu bei Razzien in acht Provinzen 58 Polizisten gesucht. Einige seien bereits festgenommen worden. Den Verdächtigen werden Verbindungen zu der Bewegung des Islam-Predigers Fethullah Gülen vorgeworfen.

 

Den gesuchten Polizisten wird speziell die "Infiltrierung staatlicher Institutionen" vorgehalten. Die Regierung macht Gülen für den Putschversuch verantwortlich.

In der nicht abreißenden Folge von Fahndungen, Festnahmen und Verhaftungen konzentriert sich die Regierung stark auf Militär und Polizei. Innenminister Süleyman Soylu hatte jüngst angegeben, dass bis dato mehr als 15.600 Soldaten ihres Amtes enthoben worden seien. Rund 360 seien nach Ermittlungen wieder eingestellt worden. Insgesamt wurden nach Regierungsangaben vom Wochenende seit dem Putschversuch insgesamt rund 500.000 Menschen festgenommen, rund 30 000 seien weiterhin in Haft.

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