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ÖH Uni Wien entzieht Rosa Luxemburg Konferenz Unterstützung

"Diskriminierende Ideologien wie Rassismus, Sexismus, Nationalismus und Antisemitismus haben in der Linken nichts verloren." Mit dieser Begründung hat die "dezidiert linke" Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) Uni Wien der Rosa Luxemburg Konferenz 2019 ihre Unterstützung entzogen. Das teilte die ÖH am Montag in einer Aussendung mit.

 

Die ÖH kritisierte, die Teilnahme der Antiimperialistischen Koordination (AIK) an der Konferenz. Die AIK hätte Kontakte zu russischen Nationalisten und Faschisten, dazu zähle der Wiener Verein "Suworow-Institut", dessen Vorstandsvorsitzender Alexander Markovics, ehemaliger Obmann der rechtsextremen "Identitären Bewegung Österreich", ist.

Die ÖH bemängelt, in einer für die Konferenz geplanten Diskussion mit dem Titel "Kritik der Migration" mit Hannes Hofbauer würde der "strukturell zerstörerische Charakter von Wanderungsbewegungen" beklagt werden. Die Hochschülerschaft kritisiert diesen "national-chauvinistischen Zugang zu Migration".

Einen anderer Vortrag des Ökonomen Otmar Pregetter, bezeichnete die ÖH als "verschwörungstheoretisch" und als "verkürzte Kapitalismuskritik". Die "nicht-materialistische Kritik" suche nach "Sündenböcken", was ein Merkmal des "strukturellen Antisemitismus" sei.

Die "Plattform Radikale Linke" kritisierte die Veranstalter der Rosa Luxemburg Konferenz bereits zuvor aus ähnlichen Gründen. Woraufhin Pregetter laut der ÖH Wien, in einer Nachricht an die Studentenorganisation ankündigte, die Plattform wegen "übler Nachrede" und "Kreditschädigung" klagen zu wollen. Die Drohung Pregetters mit weiteren rechtlichen Schritten, sei ein "unsolidarisches" und "gefährliches" Verhalten, das in der Linken nichts verloren habe und auf allen Ebenen zu verurteilen sei, so die ÖH. Die Studentenvertretung forderte die Organisatoren der Rosa Luxemburg Konferenz deshalb auf, Pregetter auszuladen.

Die zweite Rosa Luxemburg Konferenz wird am ersten und zweiten März in Wien stattfinden. Die Konferenz mit dem Titel "Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht" hat sich, nach eigenen Angaben die Suche nach Alternativen zum Kapitalismus, sowie die Bekämpfung von Hunger, Armut, Krieg, Umweltzerstörung und Ausbeutung zum Ziel gesetzt.

Kommentare (2)

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eliweiss
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ÖH macht Ideologie? , anstatt Studentenvertretung.

Dafür müssen alle Studenten zwangsverpflichtet Semester für Semester finanzieren?

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eliweiss
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Pardon

mitzahlen

pardon

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