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Venezuela Eskalation an der Grenze zu Brasilien: Zwei Tote

Bei gewaltsamen Zusammenstößen an der Grenze zwischen Venezuela und Brasilien starben zwei Menschen.

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Zusammenstöße an der Grenze © (c) APA/AFP/FEDERICO PARRA (FEDERICO PARRA)
 

Bei gewaltsamen Zusammenstößen an der Grenze zwischen Venezuela und Brasilien sind nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation mindestens zwei Menschen getötet worden, darunter ein 14-Jähriger. Beide seien durch Schüsse der venezolanischen Armee in Santa Elena de Uairén gestorben, sagte der Sprecher von Foro Penal, Olnar Ortíz, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. 31 weitere Menschen seien verletzt worden.

Die venezolanische Armee blockierte an der Grenze zu Brasilien ausländische Hilfslieferungen für die Bevölkerung in Venezuela.

In der Auseinandersetzung um Hilfslieferungen aus dem Ausland hat es an Venezuelas Grenze zu Kolumbien ebenfalls schwere Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Gegnern von Staatschef Nicolás Maduro gegeben. Soldaten und Polizisten setzten am Samstag auf zwei Brücken zwischen den Städten San Antonio del Táchira und Ureña und dem kolumbianischen Nachbarort Cúcuta Tränengas und Gummigeschoße gegen Demonstranten ein.

Dies berichteten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP. Dabei wurden mindestens sechs Menschen verletzt. Die Demonstranten versuchten ebenso wie vier Lastwagen mit Hilfsgütern für die Venezolaner, die Absperrungen auf der Simón-Bolívar-Brücke und der Santander-Brücke zu durchbrechen. Die Lastwagen waren am Samstag auf Geheiß des selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó aus Cúcuta mit tonnenweise Lebensmitteln und Medikamenten aufgebrochen.

Venezuela: Showdown an der Grenze

Am Samstag kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der Armee und Demonstranten, welche die Grenze nach Kolumbien passieren und Hilfsgüter nach Venezuela holen wollten.

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Venezuelas umstrittener Staatschef Nicolás Maduro hat wenig später den Abbruch aller diplomatischer Beziehungen zu Kolumbien verkündet. Bei einer Kundgebung in der Hauptstadt Caracas kritisierte Maduro am Samstag, die "faschistische Regierung von Kolumbien" habe die von Guaidó initiierten ausländischen Hilfslieferungen nach Venezuela aktiv unterstützt.

Deswegen müssten alle diplomatischen Vertreter des Nachbarlandes Venezuela binnen 24 Stunden verlassen, sagte Maduro. 

Erste Hilfslieferung gelangte nach Venezuela

Venezuelas inzwischen von mehr als 50 Ländern anerkannter Übergangspräsident Juan Guaidó hatte die Hilfslieferungen im Voraus für diesen Samstag angekündigt. In Kolumbien standen 600 Tonnen Hilfsgüter bereit, die meisten davon in Cúcuta. Andere Depots wurden in Brasilien und auf der Karibikinsel Curaçao eingerichtet. In Brasilien sollen 200 Tonnen Medikamente und Nahrungsmittel lagern, ein Schiff mit 200 Tonnen sei außerdem am Samstag von Puerto Rico ausgelaufen, erklärte der Oppositionsabgeordnete Miguel Pizarro in Caracas.

Die Lebensmittel und Medikamente sollen von tausenden Freiwilligen an bedürftige Venezolaner verteilt werden. In dem südamerikanischen Land herrscht trotz seines Ölreichtums eine Wirtschaftskrise mit akuten Versorgungsengpässen. Nach Angaben von Guaidó gelangte am Samstag eine erste Hilfslieferung aus Brasilien nach Venezuela. "Das ist ein großer Erfolg, Venezuela!", schrieb der selbsternannte Interimspräsident im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Venezuelas umstrittener Staatschef Maduro lehnt die Hilfslieferungen strikt ab. Er prangert sie als Vorwand an, unter dem eine militärische US-Invasion vorbereitet werden solle. Am Freitag schloss seine Regierung große Teile der Grenze zu Kolumbien.

Rückhalt in Armee bröckelt

Zu Maduros wichtigsten Stützen zählt die Armee, doch sein Rückhalt bröckelt auch hier. Die kolumbianische Einwanderungsbehörde erklärte am Samstag, elf weitere venezolanische Soldaten sowie zwei Polizisten seien desertiert und über die Grenze nach Kolumbien geflohen. Die Sicherheitskräfte, zu denen auch ein Major zähle, sollten nun befragt werden, hieß es in der Mitteilung. Zuvor hatte die Deutsche Presse-Agentur berichtet, mindestens vier Militärs seien am Samstag nach Kolumbien übergelaufen.

 

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