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3,5 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe im Jemen benötigt

Rund 3,5 Milliarden Euro werden für die humanitäre Hilfe im Jemen in diesem Jahr benötigt, so viel wie nie zuvor. Das meldete die internationale Hilfsorganisation CARE am Freitag. Inzwischen bräuchten im Jemen über 24 Millionen Menschen humanitäre Hilfe, das sind 10 Millionen mehr als vor Beginn des Bürgerkriegs.

© APA (AFP)
 

Kommenden Dienstag findet Genf die dritte Geberkonferenz für den Jemen statt. Im Jahr 2019 wollen die Vereinten Nationen gemeinsam mit Hilfsorganisationen wie CARE insgesamt 15 Millionen Menschen erreichen. Dazu zählt auch die Bereitstellung von Nahrungsmittelhilfe für 12 Millionen Menschen.

CARE fordert eindringlich, politische Maßnahmen zu setzen, um "die Gewalt ein für alle Mal zu beenden". CARE Österreich Geschäftsführerin Andrea Barschdorf-Hager mahnte: "Millionen von Familien haben kein Einkommen mehr. Millionen Eltern wissen nicht, wovon sie ihre Kinder ernähren sollen und zudem haben die Gefechte in den letzten Wochen wieder zugenommen." Der Bürgerkrieg habe bereits zehntausende Menschenleben gekostet und das arme Land wirtschaftlich völlig zerstört hat. Die Bedrohung durch eine Hungersnot und Krankheiten wie Cholera sei allgegenwärtig.

Im Jemen kämpfen Houthi-Rebellen gegen Anhänger der international anerkannten Regierung. Im Dezember hatten sich die Konfliktparteien bei Friedensgesprächen in Schweden auf einen Truppenabzug aus der umkämpften Küstenstadt Hodeidah geeinigt. Allerdings wurde das Abkommen bisher nicht umgesetzt. Beide Seiten geben sich dafür gegenseitig die Verantwortung.

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