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Maduro oder GuaidoKurz: "Venezuela war zu lange unter sozialistischer Misswirtschaft"

Bereits 16 europäische Staaten erkennen Juan Guaidó als Interimspräsident Venezuelas an. Italien sperrt sich dagegen, Russland übt scharfe Kritik. Die Uno bleibt abwartend.

© APA (AFP)
 

Binnen wenigen Stunden ist am Montag die Liste der Länder, die den venezolanischen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó als rechtmäßigen Interimspräsidenten anerkennen, immer länger geworden. Mittlerweile erkennen 16 europäische Länder Guaidó an, darunter Österreich und die großen Länder Frankreich, Deutschland und Großbritannien.

Außerdem unterstützen Spanien, Schweden, Dänemark, Portugal, Estland, Lettland, Litauen, Finnland, Norwegen, die Niederlande, Tschechien und Luxemburg den selbsternannten Interimspräsidenten. Die USA, Kanada, Australien, Israel und eine Reihe lateinamerikanischer Staaten, darunter die Nachbarländer Kolumbien und Brasilien, hatten dies bereits zuvor getan.

Guaidó dankte den EU-Staaten über den Kurzbotschaftendienst Twitter. Sie würden damit die Venezolaner beim Kampf für "Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit" unterstützen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) schrieb in einer auf Spanisch verfassten Twitter-Botschaft, Guaidó habe "unsere volle Unterstützung bei seinen Bemühungen zur Wiederherstellung der Demokratie in #Venezuela, das schon viel zu lange unter sozialistischer Misswirtschaft und einem fehlenden Rechtsstaat leidet".

Die Regierung des umstrittenen Präsidenten Nicolas Maduro kündigte hingegen eine Überprüfung der Beziehungen zu den EU-Staaten an, die sich auf die Seite Guaidós gestellt hatten. Caracas werde "die bilateralen Beziehungen mit diesen Regierungen ab sofort vollständig überprüfen, bis sie aufhören, die Putschpläne zu unterstützen", erklärte das Außenministerium am Montag.

Widerstand aus Italien

Eine gemeinsame Anerkennung Guaidós durch die EU kam allerdings nicht zustande. Widerstand gab es nach Angaben von Diplomaten aus Italien. Die Kontaktgruppe der EU und lateinamerikanischer Staaten kommt am Donnerstag auf Ministerebene in Montevideo zusammen, um über Unterstützung für die erhoffte Präsidentenwahl zu beraten.

Russland reagierte mit scharfer Kritik. Die Versuche, "die gesetzeswidrige Machtergreifung" Guaidós zu legitimieren, seien eine "Einmischung" in die inneren Angelegenheiten Venezuelas, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Dies sei bei der Suche nach einer "friedlichen, wirksamen und anhaltenden Lösung der Krise" wenig hilfreich.

Sollte Maduro die Macht in Venezuela abgeben müssen, würde Russland einen langjährigen Verbündeten in Lateinamerika verlieren. Der seit Jahren amtierende linksnationalistische Staatschef wird neben Russland auch von China, Nordkorea, der Türkei, Mexiko und Kuba unterstützt.

Die UNO erklärte, sie werde sich an keinem Treffen der verschiedenen internationalen Unterstützergruppen im venezolanischen Machtkampf beteiligen. So solle die "Glaubwürdigkeit" der Vereinten Nationen auf beiden Seiten gewahrt werden, teilte das Generalsekretariat mit.

Kommentare (12)

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mapem
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"Venezuela war zu lange unter sozialistischer Misswirtschaft" …

Ja schau, unser Ministrant sagt das schon so, als meine er unsere österr. Sozis?! Teufel - arg! Muss man sich vorstellen: Die SPÖ versenkt Venezuela!

Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass er in puncto sozialer Misswirtschaft mit seinen Ponyhofern das locker toppen wird.
Und ja - sie sind bereits gut am Weg …

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schteirischprovessa
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Venezuela ist halt das Worst Case Szenario, wie weit sich Sozialismus entwickeln kann.

Die Quasi-Diktatur ist ja nur die Folge der wirtschaftlichen Fehlentwicklung, deren Wurzeln im Sozialismus liegen.

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Sager007
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Vorher Kapitalismus

Damals sagte man:" Wie weit hat sich der Kapitalismus entwickelt......." Es ist zu wenig lange her, dass die Menschen nicht mehr wissen wie es war. Die Beschleuniger wie Sanktionen, Druck, unterpreisiger Verkauf, Boykottierung der Wohlhabenden im Lande sind das eine........
Ausbeutung des Landes,Geldtransfer ins Ausland, unsoziale reiche Ausbeuter ........
die andere Seite der Medaille.
Ich bin und war nie ein Sozialist, aller ohne einen starken Sozialismus funktioniert es halt nicht.
Einen freien Markt gibt es nur ein mal wöchentlich in der Stadt, in der Welt frisst der Grössere den Kleineren. Recht ist die Macht des Geldes was im Zuge von Venezuela die Wertegemeinschaft wieder bestätigt.

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KlausLukas
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Kurz

Wer von seinen Oligarchen hat ihm das ins Ohr geflüstert?

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Irgendeiner
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Ja klar,und nach einem Autokraten der sich

Sozalist schimpft wollen die jetzt nichts so dringend wie einen rechten US-Vasallen der ihnen mit dem Atlasnetzwerk den Turbokapitalismus bringt,Brasilien II.Aber Basti gefällts, also nach der neuen Gerechtigkeit die neue Meinungsfreiheit wie bei seinen Mandataren,man lacht und dann endlich ,endlich die neue Demokratie.Weil man muß nur vor das von dem man keinen Tau hat neu stellen und es dem drüberstülpen was man selbst macht,hab ich schon erwähnt daß ich sowas hochkant aus meinem Büro pfeffern würde?

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H260345H
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Es ist Faschingszeit,

und erfreulicherweise macht auch der Schweigekanzler KURZ mit, denn er sorgt dafür, dass das LACHEN nicht zu KURZ kommt!
Worüber?? Na, über seine grußartige HILFESTELLUNG für den REBELLEN in VENEZUELA!
Da wird sich der Regierungschef aber fürchten, wenn KURZ mit seiner ARMEE einmarschiert und den Gegner überrollt!
Siegesfeldzug in zwei Tagen - es lebe der Feldherr KURZ! VIVAT!

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atomic
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Dem Schweigekanzler #2

kommt kein Wort über die Lippen wenn der Koalitionspartner Österreich diskreditiert.
Aber in die venezuelische Politik einmischen .............

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Lodengrün
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Ach über was

unser Kanzler alles zu referieren weiß. Er hat alles erfaßt, ist sich vollkommen sicher. Er hat gar die Geschichte und Politik Venezuelas total studiert.

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tannenbaum
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Österreich

leidet schon lange an schwarzer Regierungsbeteiligungen!

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CuiBono
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Ich kann's gar nicht oft genug wiederholen

Anmassung

Wie sagte doch die Aussenministerin kürzlich zum Thema:
"Österreich erkennt keine Präsidenten an, sondern Länder".

Was macht Shorty darauf?
Er anerkennt umgehend Guaido, der sich als Möchtegernpräsident selber aus dem Hut gezaubert hat.
Nicht ohne vorher mit seinen diversen EU-Kumpels Marduro ein mehr als anmassendes Ultimatum gestellt zu haben.

Shorty mischt sich also im Namen Österreichs in die internen Machtkämpfe eines südamerikanischen Landes ein. In trauter Verbundenheit mit Trump, der es nicht verwinden kann, dass Venezuela vor etlichen Jahren mit Chavez dem Einfluss-/Kontrollbereich der US-Turbokapitalisten entglitten ist.
Das soll jetzt wohl korrigiert werden. Wenn nötig, mit Militärgewalt eben.

Und WIR, Österreich und EU sind mit dieser totalitären Geiselnahme durch einen Studienabbrecher voll verantwortlich an der Entwicklung dabei.
Beklagen aber im gleichen Atemzug die undemokratischen Entwicklungen dort und das steigende Potential für einen demnächst ausbrechenden Bürgerkrieg.

Geht's noch?

Zusammengefasst:

Kurz hat mMn KEIN wie immer geartetes Mandat, einem anderen Staatschef ein Ultimatum zu stellen, undemokratisches Vorgehen in anderen Ländern gut zu heissen, einem drohenden Bürgerkrieg Vorschub zu leisten und einen selbsternannten Weltpolizisten zu einer militärischen Okkupation eines souveränen Landes zu unterstützen.

Kurz' Vorgehen richtet sich gegen Alles, wofür die 2. Republik seit ihrer Gründung steht.

Pfui Kurz, Pfiu Blürkis.

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Gedankenspiele
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Und Österreich...

...leidet leider an zu witschaftsfreundlicher Politik.

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CuiBono
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@Gedankenspiele

Vollkommen richtig.

Was würde wohl der dillettierende Bundeskanzler und Studienabbrecher dazu sagen, wenn da ein Südamerikanischer Politiker käme und Ihre o.a. Aussage tätigen würde?

DEN shitstorm möchte ich nicht hören.

Kurz spielt mit Feuer!
WANN werden die Schwarzen und Restösterreich munter?

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