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Sinn Fein setzt auf Volksabstimmung über Vereinigung Irlands

Inmitten der Brexit-Diskussion sieht die irische Partei Sinn Fein gute Chancen für eine Volksabstimmung über eine Vereinigung des EU-Mitglieds Irland mit Nordirland, das zu Großbritannien gehört. Die Parteichefin May Lou McDonald sagte am Samstag auf einer Kundgebung in Dublin, nun gebe es erstmals seit Generationen eine historische Gelegenheit zu einer Vereinigung - ungeachtet des Brexits.

 

Sie erinnerte daran, dass die nordirische Bevölkerung nicht für den Brexit gestimmt habe, und erst recht nicht für eine harte Grenze zu Irland. Dieses Votum sei aber von der britischen Regierung in London ignoriert worden, die sich um die Menschen vor Ort nicht kümmere. Sinn Fein ist als Partei auf beiden Seiten der Grenze aktiv.

Großbritannien will die EU am 29. März verlassen. Das ausgehandelte Austrittsabkommen mit einer Übergangsfrist hat in London noch keine Mehrheit gefunden. Zuletzt war daher die Sorge gewachsen, dass der EU-Austritt ohne ein Abkommen vonstatten geht, was sofortige Grenzkontrollen an der Grenze zwischen Irland und Nordirland nach sich ziehen würde.

Der Nordirland-Konflikt geht Jahrhunderte zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts rebellierten die Iren gegen die Herrschaft Englands. 1922 wurde der südliche Teil der Insel unabhängig, als Republik. Nordirland blieb aber Teil des Vereinigten Königreiches.

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