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Vor 74 Jahren versenktes U-Boot vor Türkei entdeckt

Türkische Marinetaucher haben ein vor über 74 Jahren versenktes deutsches U-Boot wiedergefunden. Die Entdeckung lässt ein bizarres Kapitel des Zweiten Weltkrieges wieder aufleben: Laut Medienberichten handelt es sich um die U-23 - eines von mehreren U-Booten, die in den 1940er-Jahren in Einzelteilen über Autobahnen, den Nord-Ostsee-Kanal, die Elbe und die Donau nach Rumänien gebracht worden waren.

 

Dies geschah unter anderem, weil ihnen Schifffahrtswege wie der türkische Bosporus versperrt waren. Die Türkei war im Zweiten Weltkrieg bis Anfang 1945 neutral. Im Schwarzen Meer wurde die wieder zusammengesetzte U-23 als Teil der neu aufgestellten 30. U-Boot Halbflottille gegen sowjetische Schiffe eingesetzt. Einige Boote - auch die U-23 - wurden 1944 auf Befehl von Großadmiral Karl Dönitz von ihren Kapitänen versenkt.

Bei dem Kapitän des U-23 handelte es sich um den 1923 geborenen Bundeswehr-Konteradmiral a.D. Rudolf Arendt, der damals 22 Jahre alt war. Arendt hat in einem autobiografischen Buch - "Letzter Befehl, Versenken" - von seiner Zeit in der Reichsmarine und mit der U-23 erzählt. Einige am Freitag von der Stiftung Deutsches Marinemuseum zur Verfügung gestellten Seiten des Tagebuches schildern die letzten Tage des U-Bootes.

Arendt gibt dort zum Beispiel den Versenkungsbefehl für die Flotille durch Dönitz wieder, die Vorbereitungen auf den getarnten Landgang der Mannschaft in der Türkei und die Sprengung des Bootes. Außerdem beschreibt er, wie der Ort für die Versenkung der rund 40 Meter langen U-23 vor der türkischen Küste ausgesucht wurde.

Demnach ging die U-23 am 10. September 1944 unter, wo sie mehr als 74 Jahre am Donnerstag nach vierjähriger Suche wiederentdeckt wurde. Die U-23 lag vor Agva nordöstlich von Istanbul.

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