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UNO bestätigtBrasilien steigt aus weltweitem Migrationspakt aus

Brasilien steigt nach Angaben der Vereinten Nationen aus dem weltweiten UNO-Migrationspakt aus.

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Jair Bolsonaro © APA/AFP/EVARISTO SA
 

Unter Führung des neuen Präsidenten Jair Bolsonaro folgt Brasilien den USA, Ungarn, der Tschechischen Republik, Israel und Polen, die gegen den UNO-Migrations-Pakt stimmten. Unter Amtsvorgänger Michel Temer hatte Brasilien den Pakt im Dezember zusammen mit mehr als 150 Ländern noch angenommen.

"Es ist immer bedauernswert, wenn ein Mitgliedstaat sich von einem multilateralen Prozess löst, vor allem von einem, der nationale Eigenheiten so sehr respektiert", sagte UNO-Sprecher Stephane Dujarric. Das rechtlich nicht bindende Dokument soll Grundlagen für "sichere, geordnete und reguläre Migration" schaffen. Die 23 Ziele der Vereinbarung enthalten Lösungsansätze für Staaten, etwa zu Fragen rund um Schleuserkriminalität und den Grenzschutz.

Bolsonaro hatte die Vereinbarung am Mittwoch auf Twitter kritisiert. Sein Land würde "Hilfe für Bedürftige niemals ablehnen, aber Migration kann nicht willkürlich sein", schrieb der Rechtspopulist. "Brasilianer und die hier lebenden Einwanderer werden sicherer sein mit Regeln, die wir selbst bestimmen, ohne Druck von außen." Schon zuvor hatte Bolsonaro einen Ausstieg aus dem Pakt versprochen.

Brasilien hat Tausende Migranten aufgenommen, die das benachbarte Krisenland Venezuela verlassen hatten. Im Staat Roraima im Norden Brasiliens sind schätzungsweise mehr als 50.000 Venezolaner angekommen, viele von ihnen leben dort in ärmlichen Verhältnissen.

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selbstdenkerX
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Klingt grundvernünftig, klare Worte eines Präsidenten

"Sein Land würde Hilfe für Bedürftige niemals ablehnen, …" , spricht der Präsident Brasiliens.
"Brasilien hat schätzungsweise mehr als 50.000 Venezolaner aufgenommen" (freiwillig) : paßt dazu.
"Viele von ihnen leben dort (Roraima) in ärmlichen Verhältnissen": das ist bei Emigranten aus dem sozialistischen Wunderland (pardon: Hungerland) Venezuela in der ersten Zeit auch zu erwarten. Nur: auch -zig Millionen Einwohner Brasiliens leben ebenfalls in ärmlichen Verhältnissen.
Der Präsident weiter. "... aber Migration kann nicht willkürlich sein. Brasilianer und die hier lebenden Einwanderer werden sicherer sein mit Regeln, die wir selbst bestimmen, ohne Druck von außen." Das heißt, Brasilien behält es sich vor, noch ein paar Millionen Venezolaner aufzunehmen oder nicht.
Ohne Migrationspakt kann Brasilien weiterhin entscheiden, ob Migranten einreisen dürfen oder nicht. Mit Migrationspakt müßten sie alle nehmen.
Im Zusammenhang mit dieser klaren Haltung wird nun Herr Bolsonaro leider nicht als Präsident, sondern als "Rechtspopulist" bezeichnet, weil er im Interesse der brasilianischen Bevölkerung (Vermeidung riesiger Kosten) handelt ...

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X22
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Mit Migrationspakt müßten sie alle nehmen und schon wieder verbreiten wir Märchen der Unwahrheiten (Darfst ruhig die Stelle aus dem Migrationspakt rezitieren, wenn'st sie wieder anfindest)

Bundestaat Roraima liebe Kleine.
Und die zweite mal so in den Raum geschriebene Unwahrheit, Stand Nov. 2018:
"Kolumbien hat mit einer Million die meisten Flüchtlinge und Migranten aus Venezuela aufgenommen. Es folgen Peru mit mehr als einer halben Million, Ekuador (220.000), Argentinien (130.000), Chile (100.000) und Brasilien (85.000)." [Uno Flüchtlingshilfe], dann darf er ja mal schnell noch ca. 900.000 aufnehmen, damit man überhaupt auf die Million kommt.
Mich wundert es, dass man so viel unwahre Behauptungen aufstellt, woher kommen die Infos, wer veröffentlich so etwas, musst ja die Infos auch wo her haben.
Die Probleme der Armut im eigenen Land ist auch nicht ohne, mich hat es bei der Fußball WM schon gewundert, dass man es so gut versteckt hat

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