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Mindestens 18 Tote bei Taliban-Angriff in Afghanistan

Taliban haben im Westen Afghanistans einen Militärposten gestürmt und mindestens 18 Soldaten getötet. Mindestens weitere 20 Armeeangehörige seien bei dem in der Nacht auf Freitag erfolgten Angriff der radikalen Islamisten im Bezirk Shindand in der Provinz Herat als Geiseln genommen worden, sagte Sardar Bahaduri, ein Mitglied des Provinzrates.

 

Taliban-Sprecher Sabiullah Mujahid veröffentlichte auf Twitter ein Video, auf dem die gefangenen Armeeangehörigen in einem Raum zu sehen sein sollen. Die Echtheit der Aufnahmen konnte zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden.

Die Taliban sind die größte Gruppe von Aufständischen in Afghanistan, sie kontrollierten von 1996 bis zur US-geführten Intervention 2001 große Teile des Landes. Vor allem seit dem Ende des internationalen NATO-Kampfeinsatzes Ende 2014, der von einem Ausbildungseinsatz abgelöst wurde, haben sie wieder an Stärke gewonnen. Derzeit beherrscht die Regierung nach Militärangaben nur noch wenig mehr als die Hälfte der Bezirke des Landes. Weitere rund 30 Prozent sind umkämpft. Die USA treiben aktuell eine politische Lösung des Konflikts voran und versuchen, die Taliban an den Verhandlungstisch zu bringen.

In Shindand hatte es in der vergangenen Woche Kämpfe zwischen Taliban und einer örtlichen, der Regierung nahestehenden Miliz gegeben. 29 Menschen wurden dabei getötet, weitere 17 verletzt.

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