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Jerusalemer Bibliothek zeigt Nachlass von Max Brod

Im 50. Todesjahr des Autors Max Brod (1884 - 1968) zeigt die Jerusalemer Nationalbibliothek bisher unveröffentlichte Handschriften aus seinem Nachlass. Unter den Ausstellungsstücken sind auch Postkarten seines besten Freundes, des jüdischen Schriftstellers Franz Kafka (1883-1924). Die Ausstellung soll am Montag, den 12.11. eröffnet werden.

 

"Es ist der letzte große deutschsprachige Nachlass in Israel", sagte der deutsche Archivar Stefan Litt der Deutschen Presse-Agentur zur Bedeutung des Kulturschatzes. Nach jahrelangem erbitterten Rechtsstreit hatte Israels Höchstes Gericht vor zwei Jahren entschieden, Brods Nachlass solle an die Jerusalemer Bibliothek gehen. Ein Teil dieses Materials, darunter auch Tagebücher und Korrespondenzen Brods, soll nun nach sorgfältiger Sichtung erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Brod war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der bekanntesten Vertreter der Prager deutschsprachigen Literatur. Sein Freund Kafka hatte ihn vor seinem Tod 1924 gebeten, seine Werke zu verbrennen. Brod brachte sie jedoch zur Veröffentlichung und Kafka erlangte posthum Weltruhm.

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