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Islamisten in Pakistan beendeten dreitägige Straßenproteste

Islamistische Hardliner in Pakistan haben am Freitag das Ende ihrer dreitägigen Straßenproteste bekannt gegeben. Ein Sprecher der Islamistenpartei Tehreek-e-Labaik sagte am Abend, mit der Regierung sei eine entsprechende Einigung erzielt worden. Auslöser der wütenden Proteste war die Aufhebung des 2010 verhängten Todesurteils gegen die Christin Asia Bibi wegen Gotteslästerung.

© APA (AFP)
 

Der Parteisprecher Pir Ijaz Qadri sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Führung von Tehreek-e-Labaik habe zum Ende der Proteste und Straßenblockaden aufgerufen. Arbeiter seien aufgefordert worden, sich "friedlich zu zerstreuen". Zuvor hatten zwei Minister die Einigung bestätigt, darunter der Minister für religiöse Angelegenheiten, Noor-Ul-Haq Qadri.

Pakistans Oberster Gerichtshof hatte am Mittwoch das Urteil gegen Asia Bibi gekippt, deren Fall international für Aufsehen gesorgt hatte. Blasphemie ist im streng konservativ-islamischen Pakistan ein folgenschwerer Vorwurf. Wegen entsprechender Anschuldigungen verbüßen dort derzeit rund 40 Menschen nach Schätzungen eines US-Ausschusses zur Religionsfreiheit lebenslängliche Gefängnisstrafen oder warten auf ihre Hinrichtung. Immer wieder kommt es zu Lynchmorden wegen Vorwürfen der Gotteslästerung.

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