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Bluttat von Familienvater erschüttert Australien

Australien wird erneut von einer Bluttat in einer Familie erschüttert: Nach Angaben der Polizei vom Montag tötete ein 24-Jähriger seine Ehefrau, drei Kleinkinder und seine Schwiegermutter. Der Mann habe sich vermutlich noch mehrere Tage in dem Wohnhaus in der südwestaustralischen Stadt Perth aufgehalten, in dem er die Taten begangen habe, bevor er sich stellte.

© APA (AFP)
 

Die Polizei beschuldigte den Verdächtigen des Mordes an seinen zwei Jahre alten Zwillingen Alice und Beatrix, seiner dreijährigen Tochter Charlotte und seiner 41 Jahre alten Ehefrau Mara. Der Mann, der mit seiner Familie in dem Wohnhaus gelebt hatte, soll auch seine 73 Jahre alte Schwiegermutter getötet haben.

Chris Dawson von der westaustralischen Polizei sagte, der Täter habe mehrere Waffen benutzt, darunter "einen stumpfen Gegenstand und Messer", aber keine Schusswaffen. "Wir gehen davon aus, dass die Morde sich über zwei Tage erstreckt haben", sagte er. Die Mutter und ihre drei Kinder seien am 3. September getötet worden, die Schwiegermutter am darauffolgenden Tag in der Früh, als sie zu dem Haus gekommen sei. Die Frauen seien offenbar in der Küche attackiert worden, während die Kinder in anderen Räumen des Hauses getötet worden seien.

Die Ermittler nahmen an, dass der Beschuldigte "mehrere Tage in dem Haus geblieben ist", bevor er sich auf den Weg nach Norden gemacht habe, fügte der Polizeisprecher hinzu. Der Verdächtige hatte sich am Sonntag - eine knappe Woche nach der Tat - auf einer Polizeiwache in einem Bergbaugebiet rund 1.500 Kilometer nördlich von Perth gemeldet. Daraufhin war die Polizei zu dem Haus gefahren.

Im Online-Netzwerk Facebook war ein Foto der Ehefrau zu sehen, auf dem sie mit einem Neugeborenen im Arm zu sehen ist und einem Mann neben ihr, bei dem es sich um den Beschuldigten handeln soll. Dort erklärte die Frau, dass sie seit August 2014 verlobt sei.

Ein Nachbar sagte dem Fernsehsender ABC, bei seiner Rückkehr aus dem Urlaub sei es in dem Wohnhaus merkwürdig still gewesen. Normalerweise hätten die Kinder oft hinter dem Haus gespielt. Freunden, die in seiner einwöchigen Abwesenheit nach dem Rechten schauten, sei ebenfalls aufgefallen, dass nebenan niemand zu sehen oder zu hören gewesen sei.

Erst im Mai waren auf einer Farm im Westen Australiens sieben Tote gefunden worden. Ein Mann hatte seine Frau, seine Tochter und deren vier Kinder erschossen und dann sich selbst getötet. Im Juli tötete ein Mann mutmaßlich seine Mutter und zwei Geschwister.

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