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Sieben Verletzte bei Messerattacke in Paris

Bei einer Messerattacke in Paris sind sieben Menschen verletzt worden, vier davon schwer. Bei dem Täter handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um einen Afghanen, der 1987 geboren wurde, wie es am Montag vonseiten der Ermittler hieß. Hinweise auf ein terroristisches Motiv gab es vorerst nicht. Unter den Verletzten sind auch drei Touristen.

© APA (AFP)
 

Die Pariser Justiz leitete Ermittlungen wegen versuchten Totschlags ein. Dennoch verfolge die Anti-Terror-Einheit der Polizei den Fall genau, berichtete die Justizbehörde. Die Identität des Täters wurde demnach noch überprüft.

Die Tat war am Sonntagabend kurz vor 23.00 Uhr in der Nähe von zwei beliebten Kinos im Norden von Paris verübt worden. Der Mann griff unweit der Metrostation Stalingrad im 19. Verwaltungsbezirk "ihm unbekannte Menschen auf der Straße an", sagten die Ermittlern. Er war mit einem Messer und einer Eisenstange bewaffnet.

Wie die Polizei mitteilte, wurden sieben Menschen verletzt, vier von ihnen schwer. Bei zwei Opfern handelt es sich um britische Touristen, wie die Regierung in London bestätigte. Auch ein Tourist aus Ägypten wurde laut Polizeikreisen verletzt. Zudem erlitt ein Augenzeuge einen Schock.

Der Wachmann von einem der Kinos nahe des Tatorts berichtete, der mutmaßliche Täter habe zunächst Menschen angegriffen. Zwei Männer hätten dann versucht, ihn zu stoppen. Der Verdächtige habe eine Eisenstange auf seine Verfolger geworfen und dann ein Messer gezückt, sagte der Wachmann.

Ein weiterer Augenzeuge sagte, er habe einen Mann mit einem 25 bis 30 Zentimeter langen Messer rennen sehen. "Da waren ungefähr 20 Leute, die ihn jagten", sagte der 28-Jährige. Sie hätten den Mann mit Boules-Kugeln beworfen. Mehrere Kugeln hätten den Mann am Kopf getroffen, ihn aber nicht stoppen können.

Der Angreifer bog dann laut dem Augenzeugen in eine Gasse ab, wo er "versuchte, sich hinter zwei britischen Touristen zu verstecken. Wir riefen: 'Passt auf, er hat ein Messer'. Aber sie reagierten nicht."

Erst danach konnte die Kriminalpolizei den Täter festnehmen. Der Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Frankreichs Innenminister Gerard Collomb dankte den Verfolgern des Täters für ihre Zivilcourage.

Am Montag löste ein bärtiger Mann in Paris einen Einsatz von Spezialkräften aus. Laut Augenzeugen rief der Mann aus einem Fenster "Allah Akbar" (Gott ist groß) und "Dschihad". Mit schusssicheren Westen und Helmen ausgerüstete Polizisten riegelten daraufhin die Straße im elften Verwaltungsbezirk ab. Sie führten den Mann schließlich ab.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Anschlagsorte vom November 2015, wo Islamisten 130 Menschen getötet hatten. In Frankreich gelten seitdem verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Seit Jänner 2015 wurden insgesamt mehr als 240 Menschen bei islamistischen Anschlägen getötet.

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