Streit um bei Geburt vertauschte Kinder in Vietnam

In Vietnam streiten sich zwei Familien um Kinder, die nach der Geburt in einem Krankenhaus der Hauptstadt Hanoi vor sechs Jahren verwechselt wurden. Die Eltern des einen Buben wollen ihren leiblichen Sohn zurückhaben. Die Mutter des anderen will hingegen, dass alles so bleibt, wie es ist - und ihren Buben behalten.

 

Eine Frau namens Vu Thi Huong sagte dem Online-Nachrichtenportal Dan Tri am Freitag: "Ich habe die letzten sechs Jahre mehr nach dem Buben geschaut als nach mir selbst. Und dann erfahre ich, dass er nicht mein leiblicher Sohn ist." Die 29-Jährige fügte hinzu: "Das ist die Wahrheit, aber ich kann das im Augenblick nicht akzeptieren."

Die Verwechslung kam erst im April durch einen DNA-Test heraus. Das andere Elternpaar hatte sich nach der Geburt 2012 zwar schon im Krankenhaus gewundert, dass ihr Baby plötzlich eine andere Windel anhatte. Das Klinik-Personal bestand damals aber darauf, dass alles seine Richtigkeit habe. Als das Kind keinerlei Ähnlichkeit zu den Eltern entwickelte, ließen sie den DNA-Test machen.

Die Familie will jetzt durch eine Petition beim Gesundheitsministerium erreichen, dass beide Kinder zu ihren jeweiligen leiblichen Eltern zurückkommen. Vater Phung Giang Son (28) schrieb darin: "Wir sind alle sehr verletzt. Es tut uns für beide Kinder leid." Das Ministerium will bis Ende des Monats entschieden.

Kommentieren