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Offenbar dutzende Tote bei Taliban-Angriffen in Afghanistan

Bei Angriffen der radikalislamischen Taliban im Norden Afghanistans sind offenbar dutzende Soldaten getötet worden. Taliban-Kämpfer griffen in der Nacht auf Donnerstag zeitgleich mehrere Militärposten und -stützpunkte in der Provinz Kunduz an, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte. Bis zu 15 Soldaten seien dabei getötet worden. In Sicherheitskreisen war von etwa 40 Toten die Rede.

 

Nach Angaben eines Armeesprechers aus Nordafghanistan eroberten die Taliban zwei Militärposten im Bezirk Dashte Artshi. Einen Angriff auf einen Stützpunkt wehrten die Sicherheitskräfte demnach aber ab. Die afghanischen Sicherheitskräfte starteten einen Einsatz mit Luft- und Bodentruppen, um die Taliban zurückzuschlagen, wie der Ministeriumssprecher weiter mitteilte.

Bei den Angriffen trugen die Taliban-Kämpfer Nachtsichtgeräte, wie ein hochrangiger Militärkommandant sagte. "Da wir keine Nachtsichtgeräte haben, können die Taliban unbemerkt nah an die Soldaten herankommen."

In Kunduz befand sich während des NATO-Einsatzes in Nordafghanistan das Feldlager der Bundeswehr. 2013 übergaben die deutschen Truppen das Lager nach zehn Jahren an afghanische Sicherheitskräfte. Die Taliban haben seit dem Abzug der NATO-Kampftruppen 2014 große Teile Afghanistans wieder unter ihre Kontrolle gebracht. In den vergangenen Monaten verübten sie vermehrt Anschläge in der Hauptstadt Kabul.

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