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Gefecht an Grenze zwischen Uganda und Kongo

Auf einem See an der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo ist es am Donnerstag zu einer tödlichen Auseinandersetzung gekommen. Zur Anzahl der Opfer und dem Hergang des Zwischenfalls wurden von kongolesischer und ugandischer Seite unterschiedliche Angaben gemacht.

 

Laut Informationen der kongolesischen Behörden sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Bei den Opfern handle es sich um vier ugandische Soldaten und drei ugandische Zivilisten, sagte der Leiter der Verwaltung der Region Beni im Osten des Kongos, Donat Kibwana, am Freitag.

Zwei kongolesische Soldaten und ein kongolesischer Zivilist seien schwer verletzt worden, hieß es. Die ugandische Seite habe am Donnerstag eine kongolesische Patrouille auf dem kongolesischen Gebiet des Lake Edward angegriffen, sagte Kibwana.

Zu den Zusammenstößen kam es, als die kongolesische Marine eine Delegation begleitete, die über die Freilassung von rund 30 kongolesischen Fischern in Uganda verhandeln wollte, sagte Jean Tshongo, ein hochrangiges Mitglied der Marine.

Die Darstellung der ugandischen Streitkräfte des Zwischenfalls widerspricht dieser Schilderung insofern, als dass sie erklärten, ein ugandisches Boot auf Patrouille sei von Unbekannten beschossen worden. Dabei sei ein ugandischer Soldat getötet, ein weiterer verletzt worden, so Militärsprecher Richard Karemire. Der Vorfall werde derzeit untersucht. Weitere Details nannte er nicht.

Die kongolesischen Fischer am Lake Edward kündigten am Freitag an, aus Angst vor Repressionen seitens des ugandischen Militärs ihre Tätigkeit bis auf weiteres zu unterbrechen. Ein Sprecher des Fischereiverbandes von Kyavinyonge in der kongolesischen Provinz Nord-Kivu rief laut Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP die beiden Regierungen zu Diplomatie auf.

Zwischen beiden Ländern gibt es entlang der Grenze immer wieder Spannungen. Im Ost-Kongo sind mehrere Rebellengruppen aktiv, darunter die aus Uganda stammende islamistische Miliz ADF. Den meisten Gruppen geht es vor allem um die Kontrolle von Gebieten und Bodenschätzen.

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