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NGOs schlagen Alarm wegen Flüchtlings-Not in Paris

Hilfsorganisationen haben wegen der Notlage vieler Flüchtlinge in Paris Alarm geschlagen. In einem gemeinsamen Aufruf forderten das Rote Kreuz, Emmaus und andere Organisationen am Donnerstag "eine würdige Unterbringung" für die Menschen sowie eine soziale Betreuung.

© APA (AFP)
 

"Ohne schnelles Eingreifen der öffentlichen Hand sind Dramen unvermeidbar", betonten sie. Insgesamt leben rund 2.400 Flüchtlinge in Paris in behelfsmäßigen Zelten

Die Helfer vor Ort würden Tag für Tag Verschlechterungen von Gesundheit und Psyche der Flüchtlinge in einer "extrem prekären Atmosphäre" beobachten, hieß es. Erst vor wenigen Tagen war ein Sudanese in einem Camp mit 1.600 Bewohnern bei einer Schlägerei schwer verletzt worden. Vergangene Woche war ein Flüchtling in einem Kanal ertrunken.

"Wir befinden uns in einer humanitären Krise", sagte Florent Guegen, Chef des Sozialverbandes Fas, der Nachrichtenagentur AFP. Er kritisierte die "fehlende Reaktion des Staates", der die "Pflicht zur Unterbringung und zum Schutz dieser Menschen" habe.

Im vergangenen Jahr hatte Frankreich erstmals mehr als 100.000 Asylanträge registriert, 17 Prozent mehr als 2016. Im EU-Schnitt halbierte sich die Zahl der Bewerber dagegen. Über Frankreich versuchen viele Menschen, nach Großbritannien zu gelangen.

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