Verletzung der Souveränität NATO verurteilte Eröffnung von Krim-Brücke

Die Krim sei Teil der Ukraine, und die Brücke stelle "eine weitere Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine" dar, teilte das Militärbündnis am Mittwoch mit.

© APA (AFP)
 

Die NATO hat die Eröffnung der Krim-Brücke durch Russland scharf verurteilt. Die Krim sei Teil der Ukraine, und die Brücke stelle "eine weitere Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine" dar, teilte das Militärbündnis am Mittwoch mit. Auch die USA, die Ukraine und die EU hatten die am Dienstag erfolgte Einweihung der Brücke kritisiert.

Vier Jahre nach der Annexion der Krim hatte der russische Präsident Wladimir Putin die 19 Kilometer lange Brücke über der Meerenge von Kertsch am Dienstag eröffnet. Dazu fuhr er am Steuer eines Lastwagens über die Brücke.

Russland habe damit erneut demonstriert, dass es das Völkerrecht nicht achte, hieß es in der Mitteilung des Verteidigungsbündnisses. "Die NATO steht zur Ukraine, und wir erkennen die illegale und unrechtmäßige Annexion der Krim durch Russland nicht an."

Die Krim war im März 2014 nach einem umstrittenen Referendum von Russland ins eigene Staatsgebiet eingegliedert worden. Die Regierung in Kiew und der Westen sprechen von einer völkerrechtswidrigen Annexion und betrachten die Krim weiter als Teil der Ukraine. Die EU und die USA verhängten wegen der Annexion Sanktionen gegen Moskau.

Reger Autoverkehr

Schon in der ersten Betriebsstunde Mittwoch früh nutzten indes mehr als 1.100 Autofahrer die 19 Kilometer lange Brücke, wie die Betreiber mitteilten.

Das mehr als drei Milliarden Euro teure Bauwerk verbindet das russische Kernland mit der Halbinsel Krim, die Russland 2014 von der Ukraine annektiert hat. Die EU und das US-Außenministerium nannten die Brücke eine Verletzung der ukrainischen Souveränität. Aus Sicherheitsgründen darf das Bauwerk vorerst nur von Autos genutzt werden, nicht von Lastwagen. Die Bahnstrecke auf der Brücke soll Ende 2019 in Betrieb gehen.

 

Kommentare (2)

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Irgendeiner
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Naja, über die Krim kann man streiten,

Tatsache ist, das man sich dort besser um die Rechtsstellung der Krimtartaren gekümmert hätte,denn offenbar haben die anderen dort den Wunsch in Russische.Aber die NATO-Kasperln pudeln wegen der Brücke,könnens ja, aber sie Schweigen zu einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg mit Genozid und ethnischen Vertreibungen durch einen Natostaat und Stoltenberg macht die Mauer und tut so, als könne er da einen Paragraphen nicht lesen.Ist ein ziemlich mieser Haufen, das.

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hermannsteinacher
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Die Russische Föderation hat die Krim nicht annektiert.

Die Krim hat nach Volksabstimmung um Aufnahme in die Russische Föderation angesucht; diesem Ansuchen wurde stattgegeben.

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