Haftstrafen für Journalisten Gülen-naher Medien

Bei einem Massenprozess unter anderem gegen Journalisten und Mitarbeiter Gülen-naher Medien in der Türkei sind knapp 20 Beschuldigte zu Haftstrafen verurteilt worden. Das Gericht in Istanbul befand am Donnerstag 21 Angeklagte der "Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation" für schuldig, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

 

Unter den Verurteilten sind vor allem Journalisten und Mitarbeiter Gülen-naher Medien, die die Behörden inzwischen geschlossen haben. So wurden etwa die beiden Journalisten Atilla Tas und Murat Aksoy zu drei bzw. zwei Jahren und ein Monat Haft verurteilt. Das Gericht in Istanbul sprach die beiden Journalisten der Unterstützung der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen schuldig, die in der Türkei als Terrororganisation verboten ist.

In dem Prozess waren insgesamt 29 Menschen angeklagt, darunter die frühere Redakteurin der Gülen-nahen Zeitung "Zaman", Busra Erdal, die zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt wurde. Insgesamt verurteilte das Gericht demnach 21 Angeklagte zu Haftstrafen.

Die türkische Regierung macht den im Exil in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. Nach dem Putschversuch waren zahlreiche Gülen-nahe Medien mithilfe von Notstandsdekreten geschlossen worden.

An diesem Freitag wird in Silivri bei Istanbul der international kritisierte Prozess gegen Mitarbeiter der regierungskritischen türkischen Zeitung "Cumhuriyet" fortgesetzt. Insgesamt 18 "Cumhuriyet"-Mitarbeitern wird Unterstützung verschiedener Terrororganisationen vorgeworfen, darunter der Gülen-Bewegung.

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